Unternehmen beteiligen Mitarbeiter nicht an Erfolg: Gewinne steigen - Löhne sinken
- Lohnquote lag 1976 noch bei 80 %, 2005 nur bei 65,8
- Bartenstein verlangte schon eine Gewinnbeteiligung
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Produktion der Chrysler-
Modelle in Graz verringert
·Wieder Steigerung bei Frühpensionen
Februar 2007: 121.660 gingen in den Ruhestand
Die Schere zwischen Löhnen auf der einen und Gewinne der Unternehmen auf der anderen Seite hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich vergrößert. Betrug 1976 die Lohnquote - also der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Gesamteinkommen - noch 80,0 Prozent, sank sie bis 2005 auf den Tiefstand von 65,8 Prozent. Die Gewinnquote erhöhte sich im selben Zeitraum von 20,0 auf 34,2 Prozent. Anfang der 90-er Jahre war es zu einem kurzfristigen Anstieg der Lohnquote gekommen, allerdings ging es ab 1995 dann wieder bergab.
Für 2006 gibt es lediglich Prognosen des Wifo. Demnach wird für das Vorjahr ein weiterer Rückgang der Lohnquote auf 65,7 und für 2007 auf 65,4 Prozent erwartet.
In den vergangenen Wochen ist eine intensive Diskussion über die "gerechte Verteilung der Früchte des Wachstums" entstanden. So gilt als eine der Möglichkeiten für das Erreichen von "fairen Löhnen", wie es Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) verlangte, eine Gewinnbeteiligung. Das heißt, dass Arbeitnehmer neben ihrem Lohn eine Beteiligung am Ertrag des Unternehmens erhalten sollten.
Nachfolgend die Entwicklung von Lohnquote und Gewinnquote nach Angaben der Arbeiterkammer Wien:
| Jahr | Lohnquote | Gewinnquote |
| 1976 | 80,0 Prozent | 20,0 Prozent |
| 1980 | 78,7 | 21,3 |
| 1985 | 75,4 | 24,6 |
| 1990 | 72,4 | 27,6 |
| 1995 | 72,7 | 27,3 |
| 2000 | 69,8 | 30,2 |
| 2005 | 65,8 | 34,2 |
| 2006 * | 65,7 | 34,3 |
| 2007 * | 65,4 | 34,6 |
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