Dienstag, 20. März 2007

Österreich führt EU-Ranking an: Stärkster Steuer-Rückgang im Jahr 2005 erreicht

  • Schweden, Dänen müssen tief in die Tasche greifen
  • Höchsten Produktions- & Importabgaben in Bulgarien

Österreich ist innerhalb der EU das Land, in dem das Aufkommen an Steuern und Sozialbeiträgen 2005 am stärksten im Jahresvergleich zurückgegangen ist. Die gesamte Abgabenquote betrug 2005 laut Angaben von Eurostat 43,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) - im Vergleich zu 40,8 Prozent im Durchschnitt der 27 EU- Länder und 41,2 Prozent in der Eurozone.

Die Abgabenquote reicht in der EU von rund 29 bis 52 Prozent. Am höchsten ist sie in Schweden (52,1 Prozent), gefolgt von Dänemark (51,2 Prozent), Belgien (47,7 Prozent), Frankreich (45,8 Prozent) und Finnland (44,0 Prozent). An sechster Stelle befindet sich Österreich (43,6 Prozent). Die niedrigsten Raten finden sich in Rumänien (28,8 Prozent), Litauen (29,2 Prozent), der Slowakei (29,5 Prozent) und Lettland (29,6 Prozent).

In 19 EU-Staaten gab es einen Anstieg im Abgabenaufkommen und in sechs einen Rückgang. Außer in Österreich sank die Quote auch in Tschechien, Estland und der Slowakei. Am stärksten wuchs sie hingegen in Zypern, Malta, Polen und Dänemark. In Deutschland blieb die Quote mit 40,2 Prozent unverändert.

Die höchsten Produktions- und Importabgaben fanden sich 2005 in Bulgarien (19 Prozent), die niedrigsten in Litauen (11,5 Prozent), Tschechien und Deutschland. In Deutschland, Frankreich und Tschechien waren wiederum die Sozialbeiträge am höchsten (Deutschland: 16,7 Prozent).

Die niedrigsten Sozialbeiträge wurden in Dänemark bezahlt (1,1 Prozent), da Sozialleistungen fast ausschließlich aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden. Die Dänen, Schweden und Finnen zahlten im Vergleich zum BIP die meisten Einkommen- und Vermögenssteuern (Dänemark 31,2 Prozent, Schweden 20,1 Prozent bzw. Finnland 17,5 Prozent), die Rumänen, Bulgaren und Slowaken am wenigsten.

(apa/red)

20.3.2007 14:12