England-Teamchef McClaren steht vor dem Abschuss: Briten zittern um EM-Teilnahme!
- 0:0 in Israel: "Three Lions" stecken tief in der Krise
- 200 Tage ohne Sieg und drei Spiele ohne Treffer

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200 Tage ohne Sieg, drei Spiele ohne einen Treffer. In England löst die größte Torflaute der Fußball-Nationalmannschaft seit mehr als 25 Jahren Alarmstimmung aus und bringt Steve McClaren in arge Bedrängnis. "Es ist enttäuschend, es ist frustrierend", erklärte der angezählte Teamchef nach dem 0:0 in Israel, das die EM-Teilnahme ernsthaft gefährdet.
"Isra-Hell", titelte das Boulevard-Blatt "News of the World" martialisch. Sprichwörtlich in der "Hölle" fühlte sich in Tel Aviv aber auch McClaren, der keine neun Monate nach seiner Amtsübernahme massiv um seinen Job zittern muss. Auch die seriöse Zeitung "The Guardian" stellte dem Coach ein niederschmetterndes Zeugnis aus: "Wenn er bis alle Ewigkeit im Amt bleibt, wird England nicht einen Bruchteil seines angeblichen Potenzials erreichen."
Der gescholtene Coach reichte die Kritik an sein Team weiter und sprach von "schwacher Qualität und schwacher Chancenverwertung". Als Nachfolger des Schweden Sven Göran Eriksson verpflichtet, sollte McClaren die englischen Tugenden wieder stärken. Und tat dies im negativen Sinne. Mit einfallslosem Kick-and-Rush alter Schule rangiert der Weltmeister von 1966 in der Qualifikationsgruppe E mit acht Zählern schon fünf Punkte hinter Spitzenreiter Kroatien und drei Punkte hinter Russland auf Platz drei und droht, erstmals seit 1984 wieder eine EM zu verpassen.
Auch Rooney gerät zusehends unter Druck
In der Kritik steht immer mehr auch Stürmer Wayne Rooney. Der Jungstar von Manchester United konnte erneut nicht überzeugen und bekam die schlechteste Note aller Akteure. "Er hatte keine einzige Chance und stand fast das ganze Spiel mit dem Rücken zum Tor", bemängelte "The Sun". Ein vom Schiedsrichter Gelb bestraftes Gerangel war die einzige auffällige Aktion des 21-Jährigen. Ohne schlagkräftige Angreifer lag zu viel Last auf Spielgestalter Frank Lampard, der sich aber auch nicht entscheidend in Szene setzen konnte.
Ein Pflichtspieltor durch Liverpools Peter Crouch beim glücklichen 1:0 im September gegen Mazedonien, dem bisher einzigen Sieg unter McClaren, steht seit der WM zu Buche. Eine schlechtere Torquote hatten die "Three Lions" zuletzt im Jahr 1981. Fußball-Zwerg Andorra kommt als nächster Qualifikations-Gegner am Mittwoch nun gerade recht, um die bedenkliche Flaute zu beenden. Alles andere als ein klarer Sieg würde auch das sichere Aus des Trainers bedeuten.
(apa/red)










