"Black Stars" ohne Superstars in Graz: Essien und Appiah sagen für Match gegen den ÖFB ab!
- "Hickes" Freude über Ausfälle hielt sich in Grenzen
- Chelseas Essien zog sich im FA-Cup Knieblessur zu

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Ghanas Fußball-Nationalmannschaft muss im freundschaftlichen Länderspiel in Graz gegen Österreich auf ihre beiden wohl wichtigsten Spieler verzichten. Chelsea-Star Michael Essien sagte wegen einer Knieverletzung ab, Kapitän Stephen Appiah steht dem WM-Achtelfinalisten wegen einer Oberschenkelblessur nicht zur Verfügung.
Der 26-jährige Mittelfeldspieler Appiah erlitt die Blessur beim 4:0-Sieg seines Klubs Fenerbahce gegen Bursaspor und fällt rund zwei Wochen aus. Der 24-jährige Essien, der bisher teuerste afrikanische Fußballer der Geschichte, zog sich beim 3:3 seines Klubs im Viertelfinal-Hinspiel des FA-Cups am 11. März gegen Tottenham eine Knieverletzung zu und fehlte den "Blues" in den darauf folgenden Spielen gegen Manchester City (1:0 in der Premiere League), Sheffield United (3:0/Premier League) sowie am Montag wieder gegen Tottenham (3:1 im FA-Cup-Wiederholungsspiel).
Damit sind die Chancen auf einen Achtungserfolg der ÖFB-Elf gegen den WM-Achtelfinalisten gestiegen, gelten doch Essien und Appiah als Herzstück der "Black Stars". Das Duo fehlt den Afrikanern auch drei Tage nach dem Österreich-Match im Prestige-Duell mit Brasilien in Schweden.
Ebenfalls noch offen ist, ob Ersatzgoalie Sammy Adjei dem ghanaischen Kader angehören wird. Sein israelischer Klub SC Ashdod will den 26-Jährigen nicht freigeben.
"Hickes" Freude über Ghanas Ausfälle hielt sich in Grenzen
Die Freude bei ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger hielt sich dennoch in Grenzen. "Ich würde nicht sagen, dass Ghana das Herz fehlt, aber es fehlen zwei sehr starke Spieler." Vor allem Essien stuft der Niederösterreicher als absoluten Weltklasse-Kicker ein. "Er ist einer der sensationellsten Spieler auf der ganzen Welt. Er gewinnt fast jeden Zweikampf und ist ein perfekter Spieler", betonte der Coach.
Der Kader der Westafrikaner sei aber stark genug, um diese beiden hochkarätigen Ausfälle zu kompensieren. "Dann spielen eben zwei andere, und die werden auch gut sein. Ghana hat noch andere im Kader, die zu den sehr guten Spielern zählen", so Hickersberger.
Als Beispiel für die Klasse von Ghana nannte der Teamchef das WM-Achtelfinale gegen Brasilien, das die Afrikaner trotz ansprechender Leistung 0:3 verloren. "Ghana hat dieses Spiel diktiert, ist aber ausgekontert worden. Doch spielerisch und technisch war kein Unterschied zu sehen. Das zeigt, wie schwierig unsere Aufgabe ist", warnte der 58-Jährige.
Dass es der Ausrichter des Afrika-Cups 2008 gegen Österreich auf Grund des drei Tage später folgenden Testspiels in Stockholm gegen Brasilien etwas gemächlicher angehen könnte, glaubt Hickersberger nicht. "Solchen Spekulationen kann ich nichts abgewinnen. Das sind alles Profis."
Hickersbergers Schützlinge Markus Weissenberger und Thomas Prager waren bemüht, die Vorteile hervorzuheben, die Partien gegen Kaliber wie Ghana und danach Frankreich mit sich bringen. "Mannschaften wie Liechtenstein und Malta stehen hinten drin. Ghana und Frankreich werden die Offensive suchen, und das wird dann sicher einfacher für unser Spiel", vermutete Weissenberger.
Seine These wurde von Prager untermauert. "Das hat man schon gesehen, als wir gegen die Schweiz gewonnen haben. Da haben wir auch gegen einen Favoriten gut gespielt und gezeigt, was wir können. Hoffentlich können wir das gegen Ghana wiederholen", meinte der Heerenveen-Legionär.
(apa/red)










