"Team ohne Schwächen": GAK-Amoto gibt ÖFB-Truppe gegen Ghana wenig Chancen
- Gebürtiger Ghanaer tippt auf 3:1 für die Afrikaner
- LASKs Amaoh gibt sich für EURO '08 diplomatischer
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Geht es nach GAK-Verteidiger Eric Akoto, dann hat Österreich im freundschaftlichen Fußball-Länderspiel gegen Ghana in Graz nichts zu bestellen. "Das ist ein Team ohne Schwächen, momentan die beste Mannschaft Afrikas. Die Spieler sind bei den besten Klubs in Europa engagiert. Ich tippe auf ein 3:1 für Ghana", erklärte der gebürtige Ghanaer, der mittlerweile für die togoische Auswahl im Einsatz ist.
Mit einem Großteil der aktuellen Teamkicker des westafrikanischen Landes hat Akoto noch immer Kontakt. Auch auf Grund seiner Gespräche mit den "Black Stars" ist der 26-Jährige überzeugt, dass Ghana im Hinblick auf die Neuauflage des WM-Achtelfinales in Schweden gegen Brasilien (27. März) im Österreich-Match nicht schaumgebremst agieren wird. "Die werden sich nicht schonen, immerhin will sich jeder für einen Stammplatz gegen Brasilien empfehlen."
Akoto wird beim ersten Duell zwischen Österreich und Ghana nicht in Graz auf der Tribüne sitzen. Der Abwehrspieler, seit 2000 ghanaisch-togoischer Doppel-Staatsbürger, absolviert mit Togo am Samstag ein Afrika-Cup-Qualifikationsspiel gegen Sierra Leone. Ghana ist für die kontinentalen Titelkämpfe 2008 als Veranstalter-Land fix dabei und hat beim Heim-Turnier laut Akoto auch weit bessere Chancen als Österreich als EURO-2008-Ausrichter. "Ich würde mir wünschen, dass Österreich ins Viertelfinale kommt, aber ich glaube es nicht."
LASKs Amaoh gibt sich diplomatischer
Diplomatischer äußerte sich der ghanaische LASK-Stürmer Charles Amoah über die EM-Aussichten des ÖFB-Teams. "Ich hoffe, dass es die Österreicher ins Viertelfinale schaffen. Ich drücke ihnen jedenfalls die Daumen." Im Gegensatz zu Akoto brachte es Amoah auf zahlreiche Teameinsätze für Ghana, zuletzt spielte er nach eigenen Angaben vor rund vier Jahren für die "Black Stars". "Seither hat sich viel verändert. Ghana ist viel stärker geworden. Dennoch ist Österreich nicht chancenlos, denn im Fußball kann viel passieren", sagte der Angreifer, der im Winter 2001 für die damalige Rekordsumme von umgerechnet 3,93 Millionen Euro (54,1 Mio. Schilling) von St. Gallen zu Sturm Graz gewechselt war.
Dort konnte er aber die hohen Erwartungen - auch auf Grund einiger schweren Verletzungen - nie erfüllen, worauf er im Sommer 2003 an den SV Salzburg verliehen und im Februar 2004 von Hannes Kartnig fristlos gekündigt wurde. Über seine damaligen Erlebnisse in Graz, wo er seinen Landsleuten im Stadion auf die Beine schauen wird, will Amoah keine Worte mehr verlieren. "Es sind so viele Dinge passiert, über die ich nicht mehr reden will. Ich bin jetzt dem LASK dankbar, dass er mir noch einmal eine Chance gegeben hat."
(apa/red)










