Sonntag, 25. März 2007

Erster Saisonsieg für Rossi: Der Yamaha-
Pilot dominiert das MotoGP-Rennen in Jerez

  • Triumph vor Spaniens Lokalmatador Daniel Pedrosa
  • Österreicher Ranseder Neunter der 125-ccm-Klasse

Der fünffache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi (Yamaha) hat den Grand Prix von Spanien in Jerez de la Frontera in überlegener Manier für sich entschieden. Der Italiener fixierte den siebenten Jerez-Erfolg und den insgesamt 85. GP-Sieg seiner Karriere. Auf dem Kurs in Südspanien siegte der 28-jährige "Dottore" und übernahm damit auch die WM-Führung, dahinter landete vor 138.000 Zuschauern der spanische Lokalmatdor Dani Pedrosa (Honda) auf Rang zwei.

Für Rossi war es der erste Sieg seit September 2006 (Malaysia), fünf Rennen ohne ersten Platz hatte es seit seinem Debüt-Erfolg 2000 im Donington Park nicht mehr gegeben. Mit 45 Punkten führt Rossi nun neun Zähler vor dem Australier Casey Stoner und Pedrosa. "Das war ein großartiges Rennen. Wir mussten nach dem Warmup in der Früh einiges am Motorrad ändern. Im Rennen hatte ich dann ein tolles Duell mit Pedrosa, es hat sehr viel Spaß gemacht", betonte Rossi, der hinter Pedrosa aus zweiter Position gestartet war und gleich in Runde eins die Führung übernahm.

Foto-Finish in Achtelliterklasse
In der Achtelliterklasse gab es ein Foto-Finish, der Ungar Gabor Talmacsi gewann das dramatische Rennen 0,014 Sekunden vor dem Tschechen Lukas Pesek. Eine noch stärkere Leistung als beim Auftakt in Katar (Platz 13) legte der Oberösterreicher Michael Ranseder hin, der Derbi-Pilot wurde Neunter. Ranseder, nun mit zehn Punkten WM-Elfter, war damit stärker als alle KTM-Piloten: Steve Bonsey (USA) wurde 13., Randy Krummenacher (SUI) 17. und Tomoyoshi Koyama (JPN) schied aus. Einen Heimerfolg durften die Zuschauern bei den 250ern feiern, Platz eins ging an Weltmeister Jorge Lorenzo, der auch den Saisonauftakt in Katar gewonnen hatte.

Überschattet wurde der Spanien-Grand-Prix vom schweren Trainingssturz des Italieners Roberto Locatelli in der 250-ccm-Klasse. Der Weltmeister von 2000 schlug am Samstag in einen Reifenstapel ein und erlitt Brüche des linken Knöchels, mehrerer Gesichtsknochen sowie des linken Schlüsselbeins. Außerdem soll die Lunge verletzt worden sein. Locatelli wurde in das Krankenhaus von Cadiz überführt und in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand galt zunächst als kritisch, stabilisierte sich aber am Sonntag. Bei weiterer Besserung soll er am Montag aus dem künstlichen Koma geholt werden.

(apa/red)

25.3.2007 16:27