Dunkelstunde in Sydney: Aktion "Earth Hour" als Zeichen für den Klimaschutz
- Oper, Hafenbrücke & Co. eine Stunde im Dunkeln
- Maßnahmen gegen globale Erwärmung im Wahlkampf
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Mehr als 30.000 Einwohner von Sydney sowie einige hundert Unternehmen wollen am kommenden Samstag eine Stunde lang das Licht ausschalten, um so ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Die Veranstalter der Aktion "Earth Hour" starten damit eine Kampagne zum Energiesparen. Ziel ist die Reduzierung der Treibhausgase in Australien um jährlich fünf Prozent, wenn auch Computer, Kopierer und andere Geräte ausgeschaltet werden, anstatt im Standby-Betrieb weiter Energie zu verbrauchen.
Am 31. März sollen um 19.30 Uhr (11.30 Uhr MESZ) das Opernhaus von Sydney, die berühmte Hafenbrücke, Dutzende von Hochhäusern und zahllose andere Gebäude in Dunkelheit getaucht werden. Nur die aus Sicherheitsgründen wichtigen Lichtquellen wie Orientierungsleuchten für den Flugverkehr sollen erhalten bleiben. Die Aktion solle zu einfachen Schritten einladen, mit denen jeder einen Beitrag zur Eindämmung der Treibhausgase leisten könne, erklärte Mitveranstalter Philip McLean. Zu den Unterstützern gehören der Stadtrat von Sydney, die Regierung des Staates New South Wales und der World Wildlife Fund (WWF).
Der Klimaschutz ist in Australien zu einem wichtigen Wahlkampfthema geworden. Australien gehört wie die USA zu den Ländern, die sich aus wirtschaftlichen Gründen dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto verweigern. Der konservative Ministerpräsident John Howard hat erst kürzlich eingeräumt, dass die industrielle Lebensweise für die globale Erwärmung verantwortlich sei. Die Wahl für das Parlament findet voraussichtlich Ende des Jahres statt, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
(apa/red)
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