Al Gore kämpft um Solaranlage auf seinem
Dach: Strom-Anlagen nur am Boden erlaubt
- Strenge Vorschriften sollen nun gelockert werden
- Probleme bei klimagerechter Renovierung des Hauses
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Kommunale Bauvorschriften haben dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore die Installation einer Solaranlage auf dem Dach seines Anwesens im vornehmen Belle Meade bei Nashville verwehrt. Die Stadt erlaube die Aufstellung von Strom erzeugenden Anlagen nur auf dem Boden, erläuterte Terry Franklin von der Stadtverwaltung: "Sonnenkollektoren sind Generatoren." Doch sollen die Vorschriften nun gelockert werden.
Der für seinen Dokumentarfilm über den Klimawandel mit einem Oscar ausgezeichnete Umweltaktivist Gore hatte das mehrere Millionen Dollar teure Haus 2002 gekauft und umfangreiche Renovierungsarbeiten in Angriff genommen. Im vergangenen Sommer wollten die Architekten den Bau einer Solaranlage beantragen, doch ließen sie sich von der Stadtverwaltung überzeugen, dass dies nicht genehmigt werden könne.
Belle Meade im US-Staat Tennessee, die fünftreichste Stadt in den Vereinigten Staaten, erließ die Vorschrift, weil zahlreiche Anrainer über elektrische Notfallgeneratoren verfügen. Die Einwohner hatten dem örtlichen Energieversorger ausgeredet, einige nahe der Stromleitungen stehende Bäume zu beschneiden, was bisweilen zu einem Ausfall der Elektrizität durch hinuntergefallene Äste führt.
Die von Gore beauftragten Unternehmen argumentieren, dass Sonnenkollektoren nicht mit lauten Benzin- oder Diesel-getriebenen Stromgeneratoren gleichzusetzen seien. Ab 1. April sollen Solaranlagen auf Dächern denn auch genehmigt werden - so lange sie nicht von der Straße oder einem benachbarten Grundstück aus zu sehen sind. Gores Dach habe flache Stellen, wo diese Bedingungen erfüllt seien, sagte Franklin.
(apa/red)
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