"Die Besucherzahl hat sich konsolidiert": Leipziger Buchmesse endet mit Besucherplus
- 127.000 Lesefreunde bei 2.348 Verlagen zu Gast
Die Leipziger Buchmesse 2007 ist nach dem Rekordergebnis im Vorjahr mit einem leichten Besucherplus zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 127.000 Bücherfreunde auf das Messegelände, wo 2.348 Verlage aus 36 Ländern ihre Frühjahrs-Neuerscheinungen und - Programme präsentiert hatten.
"Die Leipziger Buchmesse hat literarische und wirtschaftliche Akzente gesetzt, wie gewohnt den Autoren und dem Leser ein Podium geboten und den Buchmarkt belebt", resümierte der Chef der Messegesellschaft, Wolfgang Marzin.
Als Erfolg wertete Marzin vor allem den diesjährigen Schwerpunkt Bildung, der nach Ansicht von Ausstellern und Fachbesuchern aus diesem Bereich in Leipzig gut aufgehoben sei. Das soll nach Angaben von Buchmesse-Direktor Oliver Zille in den nächsten Jahren ausgebaut werden.
"Die Besucherzahl hat sich konsolidiert", sagte Zille angesichts der Steigerung von 0,8 Prozent nach dem 17-prozentigen Plus im Vorjahr. Am ersten Messetag habe wohl der Wintereinbruch einen Massenansturm verhindert. "Wir bleiben die wichtigste Autorenmesse im deutschsprachigen Raum", sagte er. Beleg dafür seien zehntausende von Zuhörern bei "Leipzig liest" mit 1.900 Veranstaltungen mit 1.500 Autoren.
Zu den Höhepunkten zählten die Lange Leipziger Lesenacht mit 46 Jungautoren wie Clemens Meyer oder Kolja Mensing, zu der trotz Schnee und Eis mehr als 1.000 Besucher kamen, und die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse an Ingo Schulze ("Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier"), Saul Friedländer ("Die Jahre der Vernichtung. Das Dritte Reich und die Juden 1939-1945") sowie Übersetzerin Swetlana Geier. Nach Angaben der Buchmesse sehr zufrieden zeigten sich auch die Aussteller, von denen 89 Prozent 2008 wieder kommen wollten. (APA)
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