"Marsch der Dissidenten": Russische Polizei
löst Anti-Putin-Demonstration gewaltsam auf
- Kundgebung verboten - Hundert Festnahmen

Die russische Polizei hat eine Kundgebung der Opposition in der Millionenstadt Nischny Nowgorod an der Wolga gestört. Vor dem geplanten "Marsch der Dissidenten" seien etwa 100 Aktivisten vorläufig festgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Gruppe Vereinigte Bürgerfront. Nach Angaben des Radiosenders "Echo Moskwy" zogen die Sicherheitskräfte in Nischny Nowgorod starke Kräfte zusammen, um die von der Stadtführung verbotene Demonstration zu unterbinden.
Anfang März hatte die Bewegung "Ein anderes Russland", in der Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow mitarbeitet, mehrere tausend Menschen in St. Petersburg auf die Straße gebracht. Trotz eines starken Polizeiaufgebotes marschierten die Gegner von Präsident Wladimir Putin über die Hauptstraße Newski Prospekt.
Mehr als 100 Demonstranten wurden festgenommen. In Nischny Nowgorod wollten es die Sicherheitskräfte nicht so weit kommen lassen. Sie fingen aus Moskau angereiste Aktivisten gleich am Bahnhof ab. (APA/red)
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