Iran hält britische Soldaten weiter fest: EU fordert sofortige Freilassung der Männer
- Steinmeier: "Wir haben Bestätigung aus dem Iran"
- Großbritannien hat angeblich Hoheitsgewässer verletzt
·Irans Marine hält 15 britische Soldaten fest
London fordert sofortige Freilassung der Matrosen
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Die Europäische Union wird die sofortige Freilassung der vom Iran festgenommenen britischen Marinesoldaten fordern. "Wir haben die Bestätigung aus dem Iran, dass die Soldaten festgesetzt wurden - angeblich wegen einer Grenzverletzung", sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Berlin.
Nach der iranischen Festnahme der 15 britischen Matrosen auf dem Grenzfluss Shatt al-Arab hat sich die diplomatische Krise verschärft: Das Außenministerium in Teheran warf Großbritannien den Bruch internationalen Rechts vor und sprach von einer "verdächtigen Handlung" der britischen Marine. Wie die Nachrichtenagentur Irna weiter meldete, bekräftigte das iranische Außenministerium zudem seine Darstellung, Großbritannien habe die iranischen Hoheitsgewässer verletzt. London könne sich "unter keinem Vorwand" seiner Verantwortung entziehen.
Soldaten werden nach Teheran gebracht
Dagegen erklärte die Regierung in London, der Vorfall habe sich im irakischen Teil des Flusses ereignet. Die britische Außenministerin Margaret Beckett verurteilte die Festnahmen und forderte die sofortige Freilassung der Soldaten. Die iranische Agentur Fars meldete, die 15 Marinesoldaten seien auf dem Weg nach Teheran, wo sie zu den Vorwürfen Stellung beziehen sollten.
Der Zwischenfall auf hoher See fällt zeitlich zusammen mit der Vorbereitung einer neuen UN-Resolution gegen den Iran. Die fünf ständigen Mitglieder legten dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einen Entwurf für eine Resolution zum Atomstreit vor, über den das Gremium am Samstag abstimmen wollte. Die internationale Gemeinschaft hält an der Forderung fest, dass der Iran sein Programm zur Anreicherung von Uran einstellen soll.
EU fordert vom Iran Freilassung der britischen Seeleute
Die Europäische Union hat von der iranischen Regierung die umgehende Freilassung der festgenommenen 15 britischen Seeleute verlangt. Die EU stehe in enger Abstimmung mit der Regierung in London, teilte die amtierende deutsche Ratspräsidentschaft in Berlin mit. Auch der deutsche Botschafter in Teheran habe bei der iranischen Regierung die Freilassung gefordert.
Zuvor hatten sich im Streit zwischen Großbritannien und dem Iran um die Gefangennahme der Marineangehörigen die Fronten verhärtet. Teheran warf Großbritannien einen "feindlichen Akt" innerhalb iranischer Hoheitsgewässer vor. Die Regierung in London bekräftigte hingegen, die acht Matrosen und sieben Marinesoldaten seien widerrechtlich in irakischen Hoheitsgewässern gefangen genommen worden.
(apa/red)
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