Sonntag, 25. März 2007

"Abgewrackter Politiker": Massive Angriffe gegen Haider beim FPÖ-Landesparteitag

  • Vilimsky rät Haider zu "psychologischer Behandlung"

Scharfe Angriffe gegen das BZÖ und insbesondere dessen Gründer Jörg Haider sowie eine neuerliche Absage an eine Wiedervereinigung prägten den Landesparteitag der Kärntner FPÖ. Der stellvertretende Bundesparteiobmann Gerald Hauser warf in Vertretung von Bundesparteichef Strache Haider vor, mit "politischen Repressalien" gegen jene vorzugehen, die eine andere politische Gesinnung haben.

Generalsekretär Vilimsy gab Haider erneut den Rat, sich in "psychologische Behandlung" zu begeben. Vilimsky wiederholte vor den 161 Delegierten in einem Hotel in der Bezirksstadt Feldkirchen seine Beschimpfungen des Kärntner Landeshauptmannes, der diese Wortwahl vor Gericht eingeklagt und vor Kurzem den Prozess in erster Instanz verloren hatte. Haider sei "ein abgewrackter Politiker mit leerem Herzen und vollen Taschen", konstatierte der FPÖ-General und stellte die Frage: "Was ist aus einem ehemaligen stolzen Reformpolitiker geworden, der sich jetzt an die Gerichte wenden muss, um seine Sache durchzubringen?"

Sowohl Vilimsky als auch der Tiroler FPÖ-Chef Hauser beschuldigten Haider, Druck auf seine politischen Gegner auszuüben., Überhaupt hätte das BZÖ seit der Trennung von der FPÖ "tief in die Schmutzkiste gegriffen". Hauser: "Mit diesen Herrschaften, die versucht haben, uns zu vernichten und uns einen Schuldenhaufen hinterlassen haben, wird es nie eine Wiedervereinigung geben."

Im Gegensatz zu Hauser und Vilimsky gab sich der Kärntner Landesparteichef Franz Schwager vor seiner Wiederwahl gegenüber Haider und dem BZÖ moderat. Er rief in erster Linie seine Partei zur Geschlossenheit auf. Vor dem Parteitag hatte sich nämlich sein Stellvertreter Heiner Zechmann ebenfalls um den Parteivorsitz bemüht, war jedoch in einer Abstimmung im Landesparteivorstand Schwager unterlegen.

(apa)

25.3.2007 13:20