Klage gegen Kampusch-Skandal-Buch: Vergleich mit "Times" und "Times-Online"
- Vorabdruck von "Mädchen im Keller" veröffentlicht

Das Gerichtsverfahren gegen den Vorabdruck des britischen Buchs "Mädchen im Keller" ("Girl in the Cellar"), in denen im November des vergangenen Jahres über Natascha Kampuschs Privatleben und ihre Entführung berichtet wurde, ist beendet. Man habe sich mit der britischen Tageszeitung "Times" sowie deren Online-Ausgabe "Times Online" geeinigt, so Gerald Ganzger, Rechtsbeistand des Entführungsopfers, zur APA. Das Verfahren sei in einer "amikalen Atmosphäre verglichen worden".
Mitte Jänner hatte Ganzger wegen Verletzung der Privatsphäre seiner 19-jährigen Mandantin beim Wiener Landesgericht für Strafsachen eine Klage nach dem österreichischen Mediengesetz eingebracht. Thema der Buch-Auszüge waren unter anderem die Kindheit, das Familienleben und die Gesundheit von Natascha Kampusch, die 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg gekidnappt wurde.
Im August des vergangen Jahres konnte die junge Frau aus ihrer achteinhalbjähriger Gefangenschaft im niederösterreichischen Strasshof flüchten. Ihr Entführer Wolfgang Priklopil nahm sich Stunden später das Leben.
(apa/red)
