Kampf um das Medizin-Studium: In Wien und Innsbruck ringen 5.652 um 1.140 Plätze
- Eignungstest EMS soll eine über Vergabe entscheiden
- 75 Prozent der Plätze sind für Österreicher reserviert
·Uni-Zugang: EU gibt Österreich mehr Zeit
Bis 29. Mai muss es Ant- wort auf Mahnung geben
·Deutschen-Anteil an Unis geht leicht zurück
37% aller Neo-Medizin-
Studenten sind Deutsche
·Uni-Zugang: Berlin auf Seite Österreichs
Quoten-Regelung für Nachbarn kein Problem
·Uni-Zugang: WU hat
höchste Drop-Out-Rate
Ministerium evaluiert die Studienplatzbeschränkung
·Studiengebühren:
Europa-Vergleich
In 17 von 27 Ländern wird Gebühr eingehoben
Praktisch gleich viele Studenten wie im Vorjahr werden in Wien und Innsbruck am 6. Juli den Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) in Angriff nehmen. Nach dem Ende der persönlichen Anmeldung an den beiden Unis sind noch 5.652 Personen im Rennen um einen der 1.140 Anfänger-Studienplätze an den beiden Medizin-Unis. Im Vorjahr gab es zu diesem Zeitpunkt ebenfalls rund 5.600 Interessenten.
In Wien sind noch insgesamt 3.723 Studienwerber im Rennen: 2.401 stammen aus Österreich (64 Prozent), 1.097 aus Deutschland (29 Prozent), 97 aus der restlichen EU (drei Prozent) und 128 aus dem Nicht-EU-Ausland (drei Prozent). In Innsbruck dürfen insgesamt 1.929 Personen am EMS teilnehmen: 1.093 aus Deutschland (57 Prozent), 789 aus Österreich (41 Prozent), 29 aus der restlichen EU und 18 aus dem Nicht-EU-Ausland (je ein Prozent). In Wien gibt es damit voraussichtlich etwas mehr EMS-Teilnehmer als im Vorjahr, in Innsbruck etwas weniger. Rund zehn bis 20 "Nachzügler" könnten noch dazu kommen.
An den beiden Unis mussten sich die im Februar elektronisch vorerfassten Studienwerber von 12. bis 20. März persönlich anmelden. Mehr als vier Fünftel der Kandidaten haben diese Chance genutzt.
An der Medizin-Uni Graz läuft die Anmeldung etwas anders: Dort müssen die knapp 1.300 elektronisch vorerfassten Studienwerber Bewerbungsunterlagen bis 30. April an die Uni schicken. Auch in Graz findet dann am 6. Juli ein Eignungstest statt, der allerdings anders aussieht als der in Wien und Innsbruck verwendete EMS.
An der Medizin-Uni Wien stehen für Studienanfänger 740 Plätze (660 in Humanmedizin und 80 in Zahnmedizin) zur Verfügung, in Innsbruck sind es 400 (360 in Human- und 40 in Zahnmedizin) und in Graz 300 (276 in Human- und 24 in Zahnmedizin). Für Bewerber mit österreichischen Reifezeugnis sind 75 Prozent der Plätze reserviert, für EU-Bürger 20 Prozent und für Nicht-EU-Bürger fünf Prozent. (apa/red)
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