Gürtel ab Mitternacht "gefilzt": Große Polizeirazzia im Wiener Rotlichtmilieu
- Mahrer: "Lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen"
- Kontrollen in Szene sollen intensiviert werden

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Großrazzia gegen die Wiener Rotlichtszene: Die Polizei hat am Neubaugürtel mehrere Lokale "gefilzt" und Straßenkontrollen durchgeführt. Landespolizeikommandant Karl Mahrer sprach von einer "präventiven Maßnahme", um Revierkämpfen vorzubeugen. Allerdings ist die Aktion auch als Signal an das Milieu zu sehen: "Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen", meinte er.
In den vergangenen Wochen hatten Szenegrößen Medienberichte lanciert, in denen sie mit ihren Kontakten zur Polizei geprahlt hatten. Auch der kürzlich vorübergehend versetzte KD1-Beamte dürfte in einem Medienbericht von einer Szenegröße "angezündet" worden sein. Von dem im Bereich Gewalt tätigen Ermittler waren Bilder aufgetaucht, die ihn möglicherweise in unstatthaftem privaten Umgang mit einem Informanten zeigen.
Mahrer hatte bereits angekündigt, sich lancierte Gerüchte aus der Szene nicht bieten zu lassen. Nach dieser Schwerpunktaktion sollen auch noch weitere folgen, meinte der Generalmajor: "Die Kontrollen werden intensiviert." Damit wolle man auch drohenden Revierkämpfen, die sich auf Grund von Medienberichten befürchten lassen, vorbeugen, betonte er.
Der Auftritt der Polizei war jedenfalls alles andere als zurückhaltend: WEGA-Beamte in voller Kampfmontur, Kriminalisten und Mahrer selbst rückten zum Neubaugürtel aus. Insgesamt 70 Beamte waren im Einsatz. Die Polizisten engten die Fahrbahn ein und führten Alkotests durch, daneben bekamen umliegende Rotlichtlokale Besuche abgestattet. Insgesamt wurden vier Prostituierte, die gegen ein bestehendes Aufenthaltsverbot sowie fremdenpolizeiliche Bestimmungen verstoßen haben, angezeigt. Auch vier Alkolenker wurden zur Anzeige gebracht.
(apa/red)
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