Brieftauben finden dank Eisen im Schnabel heim: Geheimnis um Orientierung gelöst
- Können Erdmagnetfeld messen & Position bestimmen
- Problem für Wissenschaft in technischer Herstellung
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Das Geheimnis des Orientierungssinns von Brieftauben scheint gelöst: Einer Untersuchung der Universität Frankfurt (Main) zufolge helfen Eisenmineralien im Vogelschnabel den Tauben auf ihrem Weg nach Hause, wie die Zeitschrift "Naturwissenschaften" berichtet.
Studien der Frankfurter Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Synchrotronlabor hätten die Eisenoxide Maghämit und Magnetit in Nervenzellen am Rande des Oberschnabels von Brieftauben nachgewiesen, hieß es. Die Vögel könnten so das Erdmagnetfeld messen und damit jederzeit ihre geographische Position bestimmen.
Die Forscher vermuteten, dass alle Vögel und auch andere Tierarten über dieses oder ein ähnliches System verfügten, berichtete die Fachzeitschrift. Nanotechnologen interessierten sich sehr für die Eisenoxidpartikel zum Beispiel für eine gezielte Medikamentenapplikation und für Datenspeichertechniken. Die Vögel produzierten die Teilchen seit Jahrmillionen; für die Wissenschafter bestehe das Hauptproblem derzeit in der technischen Herstellung der Partikel.
(apa/red)
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