Gute und schlechte Nachrichten vom Great Barrier Reef: Heftiger Regen schadet & hilft
- Wasser abgekühlt: Korallen-Ausbleichung schwächer
- Schlammwolke nimmt aber überlebenswichtiges Licht

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Gute und schlechte Nachrichten vom bedrohten Great Barrier Reef vor der australischen Küste: Heftiger Regen hat das Wasser rund um das größte Korallenriff der Welt derart abgekühlt, dass die Ausbleichung, die das Riff seit Jahren zerstört, in diesem Jahr weniger stark ausfallen dürfte.
Gleichzeitig haben die heftigen Monsunregen aber Massen von Ablagerungen aus den Flussmündungen bis auf das Korallenriff gespült. Die Ablagerungen hängen im Wasser wie eine Schlammwolke über den Korallen, was den Organismen das nötige Sonnenlicht zum Überleben raube, berichtete der australische Rundfunksender ABC nach Veröffentlichung der neuesten Satellitenbilder.
Bei hohen Wassertemperaturen sterben die Algen ab, die in den Korallen wachsen und sie mit Nährstoffen versorgen. Sie sind auch für die Farbgebung nötig. Ohne Algen sterben die Korallen über kurz oder lang ab.
Wenn der Klimawandel die Wassererwärmung weiter vorantreibt, könnten die Korallen in 20 Jahren ausgestorben sein, warnte Korallenexperte Ray Berkelmans vom australischen Institut für Meereswissenschaften. Schon jetzt würden jeden Sommer für die Korallen gefährliche Temperaturen erreicht.
Die neuesten Satellitenbilder zeigen eine bisher nicht gekannte Ausbreitung der Ablagerungswolke, berichtete das Wissenschafts- und Industrieforschungsinstitut CSIRO. Die australische Regierung hat sich jahrelang geweigert, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Wie die USA weigerte sie sich, das Kyoto-Protokoll zur Eindämmung der Treibhausgase umzusetzen. (apa/red)
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