Freitag, 16. März 2007

Konjunktur soll weiter anziehen: National-
Bank erwartet drei Prozent Wachstum 2007

  • Reales BIP-Wachstum im 1. Halbjahr rund 1,4 %
  • PLUS: Verstärkte Bautätigkeit durch milden Winter

Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft dürfte auch in den ersten beiden Quartalen 2007 anhalten. Laut Oesterreichischer Nationalbank soll die Steigerung jeweils 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum betragen. "Die Konjunktur behält das Wachstumstempo bei", so OeNB-Direktor Josef Christl. Für 2007 wird eine Wachstumsrate von 3 Prozent bzw. knapp darüber prognostiziert.

Im Vergleich zum leicht abgekühlten Wirtschaftswachstum in den USA zeigt sich nach Ansicht der OeNB der Aufschwung in Europa breit abgesichert. Besonders erfreulich aus österreichischer Sicht seien die deutlich gestiegenen Wachstumsaussichten für Deutschland und Italien. Damit sei auch 2007 wieder mit kräftigen Wachstumsimpulsen aus dem Export zu rechnen.

Zusätzlich würden die Investitionen die Konjunktur abstützen. Angesichts der guten Exportnachfrage, gefüllter Auftragsbücher und hoher Kapazitätsauslastung würden heimische Unternehmen für heuer eine deutliche Ausweitung ihrer Investitionstätigkeit planen.

Ein Sonderfaktor könnte die gute Prognose für das erste Halbjahr 2007 noch dämpfen: So belaste die deutsche MwSt-Erhöhung das Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn. Nach Ansicht der OeNB dürfte dies aber nur zu einer vorübergehenden Wachstumsdelle führen.

Mit zeitlicher Verzögerung hat der Wirtschaftsaufschwung auch den Arbeitsmarkt erfasst. Das gegenwärtige Beschäftigungswachstum übertreffe die Erwartungen deutlich und sei zum Teil durch temporäre Effekte - wie etwa den milden Winter - zu erklären. Die sinkende Arbeitslosigkeit führe auch zu einer besseren Konsumstimmung und damit zu mehr privatem Konsum. Im Verlauf des Jahres sollen sich daher die Konsumausgaben der Österreicher merklich steigern - gestützt durch eine moderate Inflationsentwicklung.

(apa/red)

16.3.2007 13:27