Österreicher gehen auf Nummer sicher: Versicherungsmarkt wuchs 2006 um 1,9 %Prozent
- Prämieneinahmen stiegen auf 15,582 Mrd. Euro
- Schneereicher Winter '06 kostete bis zu 250 Mio. Euro
Der Versicherungsmarkt in Österreich ist 2006 nur schwach gewachsen. Die Prämieneinnahmen stiegen um 1,9 Prozent auf 15,582 Mrd. Euro, nach einem Plus von 9,5 Prozent 2005. Die Lebensversicherung stagnierte bei 7,181 Mrd. Euro (+0,8 Prozent). Die gesamten Versicherungsleistungen stiegen vor allem wegen der Winterschäden und Zahlungen aus Lebensversicherungen um 10,4 Prozent auf 9,701 Mrd. Euro.
Versicherungswirtschaft wuchs 2006 um 1,9 Prozent =
Wien (APA) - ****
Das gab der Versicherungsverband am Dienstag bekannt. Für heuer wird ein Anstieg der Gesamtprämien um 3,9 Prozent erwartet.
Die Lebensversicherung dürfte den Prognosen zufolge 2007 wieder stärker zulegen. Die Versicherungen erwarten in dieser Sparte ein Wachstum von 5,1 Prozent. 2005 waren die Prämieneinnahmen in der Sparte Leben noch um 15,6 Prozent auf 7,12 Mrd. Euro gestiegen. Als Grund für das schwache Wachstum 2006 nennt die Branche Rückgänge bei den Einmalerlägen und der reinen Rentenversicherung.
Aufgefangen wurde dies vor allem durch hohe Zuwächse in der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge. Das Prämienvolumen bei der prämiengeförderten privaten Altersvorsorge wuchs von 455 Mio. Euro auf rund 619 Mio. Euro. Die Zukunftsvorsorge erwies sich einmal mehr als liebste Lebensversicherung der Österreicher. Bisher wurden rund eine Million Verträge abgeschlossen. An die Lebensversicherungskunden wurden im Vorjahr 3,971 Mrd. Euro ausbezahlt, um 15,6 Prozent mehr als 2005.
In der Schaden/Unfallversicherung stiegen die Prämieneinnahmen 2006 um 2,8 Prozent auf auf 6,964 Mrd. Euro, die Versicherungsleistungen um 8,6 Prozent auf rund 4,74 Mrd. Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem die enormen Schneedruckschäden im Winter 2005/2006, die mit rund 200 bis 250 Mio. Euro beziffert werden. (apa/red)
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