"Für ein tolerantes Miteinander": Austria Tabak bereiten Rauchverbote keine Sorgen
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In der Debatte um ein allgemeines Rauchverbot in der österreichischen Gastronomie spricht sich die zum britischen Gallaher-Konzern gehörende Austria Tabak (AT) erneut gegen ein absolutes Rauchverbot in Lokalen aus. AT-Chef Stefan Fitz tritt "für ein tolerantes Miteinander" ein: "Wir sind für den Nichtraucherschutz, aber auch Raucher sollen ihren Platz finden".
Das Ergebnis der seit Jänner laufenden Selbstverpflichtung der heimischen Gastronomie - 90 Prozent aller Lokale ab 75 Quadratmetern Größe müssen 40 Prozent ihrer Sitzplätze in einem rauchfreien Bereich bereitstellen - müsse erst evaluiert werden. Mit dieser Vereinbarung zwischen Gesundheitsministerium und Wirtschaftskammer will die Gastronomie einem gesetzlich verordneten allgemeinen Rauchverbot nach dem Muster von Irland oder Italien entgehen. Funktioniert diese freiwillige Regelung nicht, droht ein allgemeines Rauchverbot auch in Österreich.
Italienisches Modell würde Umsätze nicht schmälern
Ausgehend von den Erfahrungen in Irland und Italien rechnet Fitz auch in diesem Fall aber nicht mit nachhaltigen Absatzeinbußen in Österreich. In den genannten Ländern habe es im ersten Jahr nach Einführung des Rauchverbots "einen kleinen Knick" gegeben, in der Folge sei es aber wieder zu Anstiegen gekommen.
Ebenfalls noch zu früh ist es laut Fitz für eine detaillierte Bewertung der Auswirkung der Jugendschutzbestimmungen auf den Umsatz an Zigarettenautomaten. Ersten Angaben zufolge ist der Automatenumsatz merklich zurückgegangen. Im Gegenzug seien aber die Umsätze in Gaststätten und auch Trafiken gestiegen.
Fitz unterstrich heute neuerlich die Bedeutung des Jugendschutzes. "Das war sicher der richtige Schritt". (apa/red)
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