"Platter plant kleines Guantanamo": Harte Töne um EURO-Präventivhaft für Hooligans
- VP-Missethon: "Gegen rot-blaue Allianz für Hooligans"
- Laut Justizministerin ist Platter-Plan verfassungswidrig
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vorbeugend in Haft?
"Verfassungswidrig": SPÖ
ist gegen Präventivhaft
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Das Thema Fußball hat den jüngsten Regierungsstreit in der großen Koalition provoziert. Grund waren unterschiedliche Auffassungen der Parteien zur von Innenminister Platter vorgeschlagenen Präventivhaft für Hooligans anlässlich der EURO 2008. ÖVP-Generalsekretär Missethon ortete eine "rot-blaue Allianz für die Hooligans". Sein rotes Gegenüber Kalina forderte eine Entschuldigung.
"Wenn es um den Schutz gewaltbereiter Rowdys geht, zeigen sich SPÖ und FPÖ einig", stieß sich Missethon an der Ablehnung von Rot und Blau des Platter-Vorschlages. Zu Justizministerin Berger, die eine Präventivhaft als "verfassungswidrig" bezeichnet hatte, gesellten sich auch FPÖ-Chef Strache, der meinte: "Offenbar will Innenminister Platter aus Österreich so etwas wie ein kleines Guantanamo machen, zumindest während der Fußball Europameisterschaft 2008."
ÖVP-Missethon: "Gegen rot-blaue Allianz für Hooligans"
"Dieser rot-blauen Allianz für die Hooligans stellen wir uns mit aller Kraft entgegen", so Missethon und weiter: "Die Sicherheit der Menschen hat bei der Fußball-Europameisterschaft absoluten Vorrang für uns - die Interessen gewaltbereiter Randgruppen haben da keinen Platz." Was Kalina zu einem Gegenangriff motivierte. "Missethon soll beim Zurückrudern nicht unnötig um sich schlagen", meinte dieser.
FPÖ-Generalsekretär Kickl wollte dies ebenfalls nicht unkommentiert lassen: "Allmählich wird Herr Missethon verhaltensauffällig", meinte er. Missethon sei mit seiner Aufgabe offenbar völlig überfordert und gleiche darin "seinem orangen Pendant Grosz, mit dem zusammen er ein ideales Almdudler-Pärchen abgeben würde". Den Standpunkt des BZÖ zur Präventivhaft machte wiederum Parteichef Westenthaler klar: Diese sei für die Euro 2008 "möglich und notwendig", ebenso wie ein "gangbarer und rechtlich einwandfreier Weg". (APA)










