Gegen Gewalt in und um Fußballstadien: Platter und ÖFB setzen Expertengruppe ein
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Um der Gewalt in und vor den Stadien zu begegnen, haben sich Innenminister Günther Platter (V), ÖFB-Präsident Friedrich Stickler und Vertreter der Bundesliga auf die Installierung einer Expertengruppe geeinigt. Das sagte der Innenminister nach einem Treffen mit Stickler, Bundesliga-Präsident Martin Pucher, Rapid-Präsident Rudolf Edlinger, Austria-Manager Markus Kraetschmer und anderen.
"Der Grund für das Treffen war, dass wir eine gemeinsame Initiative für den Sport und gegen die Gewalt starten", sagte Platter. Die Expertengruppe bekommt den Auftrag, Vorschläge für bauliche Maßnahmen, für die Hooligandatei, für Stadionverbote und die Personalisierung der Tickets zu erarbeiten. Auch rechtliche Maßnahmen, "ob sie ausreichend sind bis hin zur Präventivhaft nach Schweizer Modell" soll die Gruppe überprüfen, kündigte Platter an.
Im Hinblick auf Kritik an seinem Vorstoß zur Präventivhaft sagte der Minister: "Die Kritik ging vor allem in jene Richtung, dass unbescholtene Bürger hier irrtümlich in Gewahrsam genommen werden könnten. Das ist völliger Blödsinn." Diese Maßnahme könnte bei Personen eingesetzt werden, bei denen Wiederholungsgefahr gegeben sei, dass sie im Stadion oder außerhalb gewalttätig agieren.
Die große Runde wird in sechs Wochen wieder zusammenkommen. Bis dahin soll die Expertengruppe ihre Vorschläge erarbeitet haben.
(apa/red)










