Samstag, 17. März 2007

Drei Punkte ohne Glanz: Mattersburg siegt daheim gegen Altach mit großer Mühe 2:1

  • Vorarlberger in zweiter Hälfte nur mit zehn Mann
  • Burgenländer setzen sich in Tabelle auf zweiten Platz

Der SV Mattersburg hat mit einem 2:1-Heimerfolg gegen SCR Altach den ersten Meisterschaftssieg im Frühjahr gelandet und damit den Sprung auf Platz zwei geschafft. Die Treffer für die Burgenländer erzielten Naumoski (4.) und Schmidt (55.) jeweils per Kopf, das Tor für die ab der 44. Minute (Gelb-Rot gegen Schmid) numerisch geschwächten und im Frühjahr weiter punktlosen Vorarlberger resultierte aus einem kuriosen Eigentor von Holenak (12.).

Die Burgenländer, bei denen Kühbauer nach seiner Sperre erstmals wieder in der Liga im Einsatz war, erwischten einen Start nach Maß und gingen durch einen Kopfball von Naumoski nach Fuchs-Eckball in der 4. Minute in Führung. Die Altacher antworteten mit einem Schuss aus kurzer Distanz von Ledezma, den Borenitsch parierte (7.). Fünf Minuten später traf der Costa-Rica-Stürmer nach Vorlage von Leonardo nur die Stange, aber den abspringenden Ball versenkte der auf Grund der Sperre von Sedloski zum Mattersburg-Abwehrchef umfunktionierte Holenak aus vollem Lauf aus rund drei Metern im eigenen Tor.

Danach war es um den Spielfluss der Gastgeber geschehen. Es entwickelte sich eine relativ ereignislose Partie, die mit Ausnahme eines Jancker-Kopfballs neben das Tor (32.) erst in der 44. Minute wieder interessant wurde, als Schmid nach einem Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde.

Mit der numerischen Überlegenheit im Rücken übernahmen die Mattersburger nach dem Seitenwechsel das Kommando und kamen in der 55. Minute zum Siegestreffer. Einen Eckball von Neo-Teamspieler Atan verlängerte Patocka per Kopf zu Schmidt, der zum 2:1 einköpfelte. Danach vergaben die Gastgeber bei Chancen von Jancker (63./Kopfball von H.-P. Berger abgewehrt) und Thomas Wagner (77./über die Querlatte) Chancen auf einen höheren Sieg, hatten in der 79. Minute aber auch Glück: Die einzige nennenswerte Offensiv-Aktion von Altach in der zweiten Hälfte endete mit einem Leonardo-Schuss an die Stange.

Reaktionen:
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Es war ein schwer erarbeiteter Sieg. Wir haben hochverdient gewonnen. In der ersten Hälfte waren wir in der Abwehr ein bisschen unsicher, weil die Verteidigung erstmals in dieser Zusammensetzung gespielt hat."

Michael Streiter (Altach-Trainer): "Unser größtes Problem ist, dass wir keine Punkte mitnehmen. Unser zweitgrößtes Problem sind die Schiedsrichter. Solche Pfiffe, wie sie uns passieren, passieren in Hütteldorf oder in Graz nicht. Die Gelb-Rote war wieder spielentscheidend. Die Schiedsrichter lassen Gefühl vermissen, es scheint so, als wollen sie uns nicht in der Bundesliga. In der zweiten Hälfte haben wir nach unseren Möglichkeiten versucht, nach vorne zu spielen."

(apa/red)

17.3.2007 21:11