Dienstag, 13. März 2007

Cup-Erfolge könnten für Kopfzerbrechen sorgen: Red Bull mit zwei Teams im Bewerb

  • "Erste" und Amateure in Europacup startberechtigt

Im Fußball-ÖFB-Cup könnte durch Erfolge von Red Bull Salzburg und seines Amateur-Teams ein für die Vergabe der Europacup-Startplätze delikates Rätselspiel drohen. Schaffen die beiden Mannschaften den Einzug ins Halbfinale, sind sie laut ÖFB gegeneinander spielberechtigt. Sollten die Truppen im Endspiel aufeinander treffen, so würde nicht nur der Fall eintreten, dass ein Profiteam gegen die eigenen Amateure um einen Titel spielt.

Da dem Bundesliga-Team als voraussichtlichem Meister der Platz in der Champions-League-Qualifikation zusteht, würden die Amateure theoretisch den dritten UEFA-Cup-Startplatz einnehmen. Laut UEFA-Statut ist es möglich, dass ein Klub mit zwei Teams im Europacup teilnimmt. Voraussetzung ist jedoch, dass beide Mannschaften in unterschiedlichen Bewerben starten.

Dies wäre insofern problematisch, wenn das Profi-Team bei einem möglichen Scheitern in der dritten Runde der Champions-League-Quali in die erste UEFA-Cup-Hauptrunde umsteigt. Auf APA-Anfrage bestätigte die UEFA, dass in diesem Fall einer der beiden Klubs auf ein Antreten verzichten müsste - allerdings nur dann, wenn die Amateure ihre zwei Quali-Runden überstehen würden.

Letztendlich würde die Entsendung der Europacup-Klubs aber der nationale Fußball-Verband entscheiden. Der ÖFB hält sich in dieser Angelegenheit bedeckt, man werde sich erst bei Eintreffen dieser Situation mit dem Fall beschäftigen.

(apa/red)

13.3.2007 08:48