Debütanten-Differenz: Hamilton gefeierter Held - Briatore schimpft über Kovalainen
- Brite fuhr als jüngster Pilot im 1. Rennen aufs Podest
- "Bin absolut in Ekstase!" - Renault sauer auf Finnen

·Räikkönen gewinnt den GP von Australien!
Traumstart für Ferrari. Alonso 2., Hamilton 3.
·BILDER: Wurz bei Unfall mit Schutzengel
PLUS: Die Triumphfahrt Räikkönens in Melbourne
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PLUS: So steht es in der Fahrer- & Teamwertung
Der eine strahlte, der andere lächelte mehr als nur gequält. Unterschiedlicher hätte das Debüt der beiden als Zukunftshoffnungen gehandelten Formel-1-Rookies Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen gar nicht ausfallen können. Während Ersterer seinen McLaren-Mercedes in sensationeller Manier auf das Podest fuhr, verpasste Letzterer nach blamabler Vorstellung mit mehreren Ausrutschern im Renault sogar WM-Punkte.
Hamilton dagegen fuhr sich bereits in der ersten Kurve in die Herzen der Motorsport-Fans, als er nach perfektem Start außen seinen Teamkollegen überholte - niemand geringeren als Weltmeister Fernando Alonso. Der Engländer, mit 22 Jahren jüngster Fahrer im Feld, führte den Grand Prix von Australien nach den Boxenstopps von Sieger Kimi Räikkönen sogar für vier Runden an, ehe er ihn als Dritter beendete.
"Ich bin absolut in Ekstase"
"Ich bin absolut in Ekstase. Das ist mehr, als ich mir bei meinem Grand-Prix-Debüt jemals erträumt habe", versicherte Hamilton, der erste Debütant auf dem Formel-1-Podest seit Jacques Villeneuve 1996 ebenfalls in Melbourne. "Das ist ein tolles Gefühl. Ich liebe es." Der Brite, der erste dunkelhäutige Fahrer in der Formel 1, hat lange genug an seinem Durchbruch gearbeitet.
Die Erwartungen waren hoch gewesen. Britische Medien hatten Hamilton schon als kommenden Weltmeister gefeiert, ohne dass er überhaupt noch einen Rennkilometer gefahren war. Das Potenzial dazu hat der Youngster, dessen Großeltern aus der Karibik stammen und der seine Karriere gemeinsam mit seinem ihn ständig begleitenden Vater Anthony selbst managt, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hamilton hatte am gesamten Rennwochenende restlos überzeugt. "Ich habe noch nie etwas Vergleichbares gesehen", analysierte Niki Lauda.
"War einfach nur schlecht"
Ganz anders verlief die Premiere von Kovalainen, der schon im Qualifying nicht über Platz 13 hinausgekommen war. "Seine Vorstellung war einfach nur schlecht", sagte Renault-Teamchef Flavio Briatore über seinen 25-jährigen Schützling. "Jeder hat es im Fernsehen gesehen. Ich brauche niemanden verteidigen. Wenn ich sagen würde, das wäre gut gewesen, wäre ich ein kompletter Idiot."
Kovalainen machte gleich mehrere Fehler und fuhr lediglich auf Platz zehn. Der Finne, der in der Nachwuchsserie GP2 2005 hinter Williams-Pilot Nico Rosberg Vizemeister geworden war und schon im Vorjahr als Testfahrer für Renault gearbeitet hatte, drehte sich und kam in einigen Kurven von der Strecke ab. Die Fußstapfen, die der zu McLaren abgewanderte Weltmeister Alonso bei Renault hinterlassen hat, sind offenbar doch noch zu groß.
(apa/red)
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