Donnerstag, 15. März 2007

Große Wurz-Show bei Pressekonferenz in Melbourne: Österreicher brachte Farbe in F1

  • Williams-Pilot mit lockerer Zunge & guten Sprüchen
  • "Hoffentlich sitze ich nicht mehr in hinteren Reihen"

Alexander Wurz hat vor seinem Comeback-Grand-Prix in Australien sein großes Selbstvertrauen unter Beweis gestellt. Der 33-jährige Niederösterreicher hatte in der offiziellen Pressekonferenz des Automobil-Weltverbandes FIA die Lacher des internationalen Auditoriums auf seiner Seite. Ein guter Spruch des Williams-Piloten jagte den nächsten.

Wurz eröffnete die erste Pressekonferenz des Formel-1-Jahres gleich mit einer selbstbewussten Forderung: "Hoffentlich sitze ich in Zukunft nicht mehr in der hinteren Reihe." Vor dem Österreicher hatten lediglich Weltmeister Fernando Alonso und Ferrari-Favorit Felipe Massa Platz genommen. FIA-Moderator Bob Constandouros begründete den Umstand mit der Körpergröße von Wurz (1,86 m), dieser akzeptierte beinahe widerwillig.

Ein Journalist bot dem Routinier fiktiv 100 Euro, um eine Weltmeister-Wette zu platzieren. Wurz: "Ich bin Österreicher, ich würde das Geld behalten." Im zweiten Anlauf legte sich der Williams-Fahrer doch noch auf McLaren-Pilot Alonso fest. Der vor Wurz sitzende Spanier, der nach dem Titel-Hattrick strebt, drehte sich demonstrativ zu einem dankenden Handschlag um.

Alonso und Wurz waren sich auch in der Frage nach dem zurückgetretenen Rekordchampion Michael Schumacher einig. "Ich persönlich werde ihn nicht vermissen", versicherte Wurz, um lachend hinzuzufügen: "Aber ich würde überhaupt keinen dieser Jungs vermissen." Bleibt zu hoffen, dass der Niederösterreicher nach mehr als sechs Jahren als Testfahrer auch auf der Strecke eine ähnliche Performance abliefert.

Im Gegensatz zu den jungen, verbal sehr defensiven Piloten der neuen Formel-1-Generation, wirkte ausgerechnet Routinier Wurz unbekümmerter denn je. "Es ist eine Freude, ihn wieder zurück zu haben", sagte Constandouros im Anschluss. "Wenn sonst niemand etwas sagt, dann muss ich halt ein wenig reden", begründete Wurz seinen Auftritt. "Das darf man aber nicht überbewerten. Die Formel 1 ist eben eine große Show."

(apa/red)

15.3.2007 15:02
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