Sonntag, 18. März 2007

ÖSV-Herren im Schatten der Damen: Nach schwachem Saisonstart immerhin Steigerung

  • 12 Siege in 36 Bewerben, aber 'nur' eine Kristallkugel

Die Herren holten nach schwachem Beginn im Ski-Weltcup noch auf und kamen nach 36 Bewerben auf eine Stockerlbilanz 12/11/9. Eine Kristallkugel gab es nur im Slalom.

Die Herren konnten an die Vorsaison, die 18 Siege und 39 Podestplätze brachte, nicht ganz anschließen. "Man muss einen Schlussstrich unter die alte Grade ziehen. Wir haben viele Junge, die darf man nicht mit dem Wunderteam messen, wir müssen ihnen Zeit und Vertrauen geben", sagte Herren-Cheftrainer Toni Giger, der seinen Vertrag bis 2010 bereits mündlich verlängert hat. Von den "Alten" sind nur noch Hermann Maier und Michael Walchhofer übrig, diese Saison haben Andreas Schifferer, Werner Franz und zuletzt auf der Lenzerheide Fritz Strobl ihre Karrieren beendet.

Berücksichtigen müsse man auch, so Giger, dass viele Athleten in den vergangenen Jahren Verletzungen hatten und erst wieder zurückgekommen sind, er nannte Klaus Kröll, Christoph Gruber, Hannes Reichelt und Mario Scheiber. Im Slalom kehrte während der abgelaufenen Saison Reinfried Herbst ins Team zurück.

Zur Performance in den technischen Bewerben sagte Giger: "Es war beeindruckend, wie sie im Slalom im Finale aufgezeigt haben. Im Riesentorlauf müssen wir natürlich genaue Analysen vornehmen. Was wir bereits wissen, ist, dass es bei Bedingungen wie in Kranjska Gora sehr gut läuft, aber auf aggressivem Schnee nicht." Dazu meinte ÖSV-Alpinchef Hans Pum: "Der Riesentorlauf ist das Schaufenster der Skitechnik, da legen wir viel Wert drauf. Außer dem Benni (Benjamin Raich/Anm.) haben wir derzeit keinen Siegläufer."

Pum zur Saison: "Die Damen haben die Erwartungen übertroffen, die Herren nicht ganz das erreicht. Die Damen hatten eine sensationelle Saison, die erfolgreichste in der Geschichte. Sie haben alle Kugeln gewonnen, das ist sensationell." Ob es auf dem Trainersektor zu Änderungen kommen wird, dazu kann er noch nichts sagen: "Erst machen wir die Analysen und die Besprechungen, dann die Planungen, dann wird man sehen."

(apa/red)

18.3.2007 18:24