Sonntag, 18. März 2007

Nach Kritik der Ski-Verbände: 30-er-Regel für die Weltcup-Speedrennen wird fallen

  • Diskussion darüber bei FIS-Konress im Mai geplant
  • Top 15 könnten für Nummern 8 bis 22 gelost werden

Die umstrittene 30-er-Regel für die Speedrennen im alpinen Ski-Weltcup wird fallen, davon geht ÖSV-Alpinchef Hans Pum fix aus. "Voriges Jahr hat sich keiner gegen die Regel eingesetzt außer uns, da hatten wir keine Verbündete. Aber heuer sieht die Sache anders aus, heuer betrifft es auch andere Nationen, und die wollen ebenfalls eine Änderung", sagte Pum im Rahmen des Weltcup-Finales auf der Lenzerheide. Darüber diskutiert wird beim FIS-Kongress im Mai in Portoroz.

In der Saison 2006/2007 war es so, dass die Nummer 30 der World Cup Starting List (WCSL) mit Nummer eins in ein Speed-Rennen (Abfahrt und Super G) ging. Erst im Mai 2006 war diese Vorgehensweise auf dem FIS-Kongress in Vilamoura (Portugal) auch für die Abfahrt beschlossen und damit das umstrittene "Wettbremsen" in den Abschlusstrainings abgeschafft worden. Im Super G war schon länger nach umgekehrter WCSL gestartet worden.

Laut Pum gibt es zwei Varianten, nach welchem Reglement ab der im Oktober in Sölden beginnenden Saison 2007/2008 in der Abfahrt und im Super G die weltbesten Läufer über die Piste geschickt werden könnten. "Möglich ist, dass die Top 15 der Welt auf die Startnummern 8 bis 22 ausgelost werden. Oder die Top 7 auf die Nummern 15 bis 21 und die weiteren 8 Besten auf die Nummern 8 bis 15", sagte Pum.

Der abgelaufenen Skiwinter sei vom Wetter her "ziemlich verhext" gewesen. Das bekamen alle Läufer zu spüren, aber jene mit hohen Startnummern, zu denen überwiegend auch die Österreicher zählten, besonders. (apa/red)

18.3.2007 18:12