Höllwarth fliegt aus dem Springer-Team:
Adler wird wegen Kritik die Flügel gestützt
- Innauer: "Mussten den faulen Apfel rausnehmen"
- Flieger soll internes Mannschaftsklima belastet haben

Martin Höllwarth wird bei den Skispringen in Lillehammer und Oslo fehlen. Der demnächst 33-Jährige hat laut einer ÖSV-Aussendung "mit Aussagen innerhalb der Mannschaft und gegenüber Dritten das Ansehen des ÖSV-Springerteams und dessen Mitarbeiter geschädigt". Deshalb wurde Höllwarth zunächst einmal für die Bewerbe in Lillehammer von der Nennliste gestrichen.
Höllwarth habe gegen die für alle ÖSV-Kadermitglieder geltende ÖSV -Verhaltensordnung verstoßen. "Er belastet das Mannschaftsklima dadurch stark und gefährdet durch seine Verhaltensweise die angestrebten Ziele des erfolgreichen Springerteams bei der aktuellen Nordland Tournee", hieß es weiter.
Toni Innauer, der Nordische Direktor, wollte auf die genaue Begründung nicht näher eingehen. Ob es etwas mit der Nominierungspolitik des ÖSV zu tun hatte, wollte er nicht dementieren. "Es war eine Mischung aus mehreren Faktoren", so Innauer. Höllwarth sollte die Stimmung im Team nicht verderben. "So mussten wir schauen, dass wir den faulen Apfel aus der Kiste rausnehmen."
Höllwarth hat in weiteren Gesprächen noch Gelegenheit, die Dinge zu bereinigen. "Sonst wird er auch in Planica (Weltcup-Finale-Anm.) fehlen", stellt Innauer klar. Ob dies gleichbedeutend mit dem Karriere-Ende wäre, wollte er nicht beurteilen.
(apa/red)
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