Dienstag, 13. März 2007

"Während Lebenszeit wärmer geworden": 73% der Österreicher spüren Klimawandel!

  • Globale Erwärmung von Menschenhand gemacht
  • Für 12% hat Klimawandel noch nicht stattgefunden

Nahezu jeder Österreicher kennt den Klimawandel, fast drei Viertel verspüren ihn auch "am eigenen Leib". Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra". Für ein Großteil der Befragten hat der Mensch Schuld an der globalen Erwärmung. Eine Mehrheit gab sich jedoch auch positiv und glaubt, dass der Klimawandel verlangsamt werden kann.

98 Prozent der Befragten gaben an, bereits vom Klimawandel gehört haben. 73 Prozent hatten den Eindruck, es sei in ihrer Lebenszeit wärmer geworden. Ihr Anteil war bei den über 50-Jährigen mit 77 Prozent erwartungsgemäß am höchsten. Aber selbst von den unter 29- Jährigen waren noch 67 Prozent überzeugt, dass sie schon eine Erhöhung der Durchschnittstemperaturen verspürt haben.

Lediglich zwölf Prozent haben den Eindruck, dass bisher kein Klimawandel stattgefunden hat. Verschwindende zwei Prozent glauben, es sei in ihrer Lebenszeit kühler geworden.

Von Menschenhand gemacht
Dass die globale Erwärmung von Menschenhand gemacht ist, hält ein Großteil der Österreicher für einen nicht zu leugnenden Faktor. 47 Prozent sehen den Menschen als Hauptverursacher des Problems, 37 Prozent vermuten eine Kombination aus menschlicher Schuld und "normaler" erdgeschichtlicher Entwicklung.

Trotzdem bleibt die Mehrheit optimistisch: Die "Gretchenfrage", ob der Klimawandel durch die Verringerung des CO2-Ausstoßes verlangsamt werden kann, beantworteten 49 Prozent mit Ja. Nur ein knappes Viertel gab sich fatalistisch und rechnet fix damit, dass in 50 Jahren süditalienische Klimaverhältnisse in Österreich herrschen werden. (apa/red)

13.3.2007 14:33