Freitag, 16. März 2007

Fünf Wochen vor der Wahl: Kandidatenfeld für französische Präsidentschaft lichtet sich

  • Erst neun Bewerber haben notwendige Patenschaften zusammen
  • Bis heute können sie noch Unterschriften sammeln

Gut fünf Wochen vor der französischen Präsidentschaftswahl kommt für viele Kandidaten schon das Aus: Von den zunächst 40 Bewerbern ums höchste Staatsamt haben bisher nur neun die erforderlichen 500 Patenschaften von Mandatsträgern, um für die Wahl am 22. April zugelassen zu werden. Noch bis heute Abend bleibt den übrigen Kandidaten Zeit, dem Verfassungsrat die fehlenden Unterschriften von Bürgermeistern und Abgeordneten vorzulegen.

Die Kommunistin Arlette Laguiller gehörte zu denjenigen, denen kurz vor Torschluss der Sprung über die Hürde gelang. "Ich werde tatsächlich Kandidatin sein", sagte die 65-Jährige der trotzkistischen Partei Lutte Ouvriere (LO). Laguiller trat 1974 als erste Frau bei einer Präsidentschaftswahl an. In diesem Jahr bewirbt sich die Pensionistin, die in einer Sozialwohnung wohnt, zum sechsten Mal. Auch die Kandidatin der Grünen, Ex-Umweltministerin Dominique Voynet, legte am Donnerstag die notwendigen Formulare vor. Große Schwierigkeiten meldete dagegen noch der populäre Bauernführer Jose Bove.

Nach dem Eingang der letzten Patenschaftserklärungen am Freitagabend um 18.00 Uhr muss der Verfassungsrat ihre Gültigkeit prüfen. Die Liste mit den Kandidaten wird am Montagnachmittag bekannt gegeben. Nach der Rekordzahl von 16 Teilnehmern bei der Wahl 2002 wird diesmal mit höchstens 14 Kandidaten gerechnet.

(apa)

16.3.2007 07:56