"Einzelnes Land kann AIDS nicht besiegen":
EU verabschiedete "Erklärung von Bremen"
- Vor allem in Osteuropa steigende Infektionsraten
- UNO warnt vor Verharmlosung der Immunschwäche
·Kdolsky mit Gratis- Kondomen gegen Aids
Ministerin: "Im Notfall verteile ich sie selber"
·2006: Weniger Aids-
Tote in Österreich
Kdolsky: "Der einzige Schutz bleibt Kondom"
·HI-Virus: Forscher sehen Schwachstelle
Impfung gegen Aids wird wahrscheinlicher
·Beschneidungen halbieren Aids-Risiko
Fortschritte im Kampf gegen die tödliche Seuche
·Inderin zündete Sohn und sich selbst an!
Verzweiflungstat: Mann HIV-positiv. Bub stirbt
Die Europäische Union will den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids auf höchster politischer Ebene vorantreiben. Das ist das Ergebnis einer zweitägigen Konferenz der EU -Gesundheitsminister und mehrerer hundert weiterer Experten, die am Dienstag zu Ende ging. In der "Erklärung von Bremen" verpflichteten sich die Minister u.a. dazu, sich für preiswerte Aids-Medikamente in Europa einzusetzen.
Ein einzelnes Land könne HIV und Aids nicht alleine bekämpfen, betonte die deutsche Gesundheitsministerin Schmidt. Dies müsse eine "gesamteuropäische Aufgabe" werden. Die Vereinten Nationen warnten nachdrücklich vor einer Verharmlosung der Krankheit.
"Wir werden alles daran setzen, überall in Europa den Zugang zu Prävention und bezahlbarer Behandlung sicherzustellen und allen Infizierten in Europa ein Leben frei von Stigmatisierung und Diskriminierung zu ermöglichen", sagte Schmidt. Die Pharmaindustrie habe in Gesprächen zugesichert, die Ergebnisse der Konferenz mittragen und nachdrücklich unterstützen zu wollen.
Weltwelt leben rund 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Steigende Neuinfektions-Zahlen werden vor allem aus Osteuropa gemeldet.
Der Chef des Aids-Bekämpfungsprogramms UNAIDS der Vereinten Nationen, Peter Piot, rief die EU vor diesem Hintergrund zu einem stärkeren Engagement bei der Aids-Bekämpfung in Osteuropa auf.
(apa)
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