Wegen Korruptionsvorwürfen: Prozess gegen Berlusconi und Mills begonnen
- Mailand: Oppositionschef zeigte sich nicht vor Gericht
- Im Fall einer Verurteilung drohen bis zu 8 Jahren Haft
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In Mailand hat ein Prozess gegen den früheren italienischen Ministerpräsident Berlusconi wegen Korruptionsvorwürfen begonnen. Der Prozess wird auch gegen Berlusconis britischen Anwalt David Mills geführt. Keiner der beiden Angeklagten war in Mailand vor Gericht anwesend. Im Fall einer Verurteilung drohen den beiden zwischen drei und acht Jahren Haft.
Die Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, Mills 1997 456.066 Euro bezahlt zu haben, damit dieser in Prozessen gegen sein TV- Unternehmen Mediaset Falschaussagen macht. Beide Männer haben die Vorwürfe zurückgewiesen. Mills ist der Ehemann der britischen Kulturministerin Tessa Jowell, lebt aber von ihr getrennt.
Berlusconis Verteidigung will 63 Entlastungszeugen vorladen, Mills 83. Zu Berlusconis Zeugen zählt der Chef des Renault-Rennstalls, Flavio Briatore. Dieser soll über seine Beziehungen zu Berlusconi und Mills berichten.
In einem anderen Verfahren müssen sich Berlusconi und Mills bereits wegen Unregelmäßigkeiten beim Erwerb von Filmrechten vor Gericht verantworten. In dem Prozess, der im November begonnen hat, geht es um Vorwürfe, wonach Berlusconis Unternehmen Mediaset in den 90er Jahren Filmrechte über Firmen in Steueroasen kaufte. Den italienischen Finanzbehörden sollen überhöhte Kaufpreise angegeben worden sein, um Steuern zu sparen. (apa/red)
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