Porträts des Königs mit Farbe besprüht: Schweizer drohen in Thailand 75 Jahre Haft
- Schuldbekenntnis könnte als Strafminderung wirken
- König wird in Thailand wie ein Halbgott verehrt
Ein Schweizer Staatsbürger steht in Thailand wegen Majestätsbeleidigung vor Gericht. Dem 57-Jährigen wird vorgeworfen, Porträts von König Bhumibol Adulyadej an dessen Geburtstag verunstaltet zu haben. Ihm drohen bis zu 75 Jahre Gefängnis. Das Urteil wird für 29. März erwartet. Wie das Provinzgericht von Chiang Mai, rund 560 Kilometer nördlich von Bangkok, mitteilte, erklärte sich der Schweizer für schuldig. Er sei im Dezember festgenommen worden, nachdem er fünf Porträts des Monarchen mit Sprühdosen bemalt habe, hieß es.
Für Majestätsbeleidigung sehen die thailändischen Gesetze die Höchststrafe von 15 Jahren vor. Bei dem Schweizer könnten sich die fünf Fälle summieren. Wegen seines Schuldeingeständnisses könnte er aber auch mit einer milderen Haftstrafe davonkommen. Der König wird in Thailand wie ein Halbgott verehrt. Der 79-jährige Bhumibol (Rama IX.) ist der dienstälteste Monarch der Welt. Das südostasiatische Land hatte im vergangenen Jahr sein sechzigjähriges Thronjubiläum gefeiert. (APA/red)
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