Neue staatliche Richtlinie: China will in Zukunft weniger Exekutionen durchführen
- Aber kein grundsätzlicher Verzicht auf Todesstrafe
- Derzeit bis zu 10.000 Hinrichtungen im Jahr
China strebt nach einer neuen staatlichen Richtlinie weniger Hinrichtungen an. Zwar könne die Volksrepublik grundsätzlich noch nicht auf die Todesstrafe verzichten, hieß es seitens des Obersten Gerichts und des Polizeiministeriums. Künftig sollten aber weniger Exekutionen vollstreckt werden. Auch die Zurschaustellung von Todeskandidaten kurz vor deren Hinrichtung solle enden.
In keinem anderen Land der Welt werden mehr Menschen hingerichtet als in China. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch töten die Behörden in China jährlich etwa 10.000 Verurteilte. Andere Schätzungen schwanken zwischen 5.000 und 12.000 Hinrichtungen. Das Todesurteil kann nach chinesischer Gesetzeslage schon wegen kleinerer Strafdelikte wie Bestechlichkeit oder Steuerbetrug verhängt werden. (apa/red)
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