Samstag, 17. März 2007

Grässliche Bluttat in Wien: 58-Jährigem
ein Ohr ganz und eines fast abgeschnitten

  • Täter und Opfer bei Bluttat schwer alkoholisiert
  • Ärzte versuchten die Organe wieder anzunähen

Eine grässliche Bluttat spielte unter betrunkenen Zechern im Schweizerpark in Wien-Landstraße ab. Im Zuge einer Auseinandersetzung wurde dem 58-jährigen Iovan B. aus Wien-Alsergrund mit einem Messer ein Ohr zur Gänze, das zweite fast abgeschnitten. Der Hauptverdächtige, der 40-jährige Pole Piotr K., kommt in Untersuchungshaft. Er leugnete gegenüber der Polizei.

Iovan B., gebürtig in Bosnien-Herzegowina, hatte offenbar mit Piotr K. und anderen Polen in dem Park Bier und Schnaps getrunken. Dabei dürfte es zu der folgenschweren Auseinandersetzung gekommen sein, sagte ein Kriminalist gegenüber der APA. Der in Wien ansässige 58-Jährige lag jedenfalls wenig später mit einem zur Gänze abgeschnittenen und einem fast abgeschnittenen Ohr schwer verletzt am Boden.

Die Polizei wurde alarmiert. Als Verdächtiger wurde K. festgenommen. Er hatte ein blutiges Messer bei sich. Der Verletzte kam ins Unfallkrankenhaus Meidling. Die Ärzte versuchten dort, dem Mann die Organe wieder anzunähen. Das völlig abgeschnittene Ohr war von den Polizisten unter einer Parkbank gefunden und sozusagen ins Spital "nachgeliefert" worden.

Bei der Einvernahme von Piotr K. erklärte dieser, sich nur noch bruchstückhaft an die Ereignisse erinnern zu können. Er hätte jedenfalls das Opfer nicht verletzt. Dagegen sprach das blutige Messer, das man bei ihm gefunden hatte. Die Auswertung der Blutspuren stand aber noch aus. (apa/red)

17.3.2007 16:51