Gute Freunde, Bekannte sowie Gesundheit: Was für die Österreicher am meisten zählt!
- Soziale Sicherheit und Arbeitsplatz weiterhin wichtig
- Politische Macht ist am wenigsten erstrebenswert
Männer streben nach Erfolg, Frauen nach Sicherheit
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Abgesehen von Gesundheit zählen für die Österreicher am meisten gute Freunde und Bekannte. Politische Macht ist hinhegen am wenigsten erstrebenswert. 79 Prozent nannten als wichtigstes Ziel im Leben gute Freunde und Bekannte. Sie haben sogar einen höheren Stellenwert als das von 66 Prozent angestrebte Verlangen nach sozialer Sicherheit und einem sicheren Arbeitsplatz.
Ein ausgeglichenes ruhiges Leben zu führen, wünschen sich 59 Prozent. Gut verdienen wollen 58 Prozent, Erfolg im Beruf 57 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS im Februar und März bei 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen.
Genügend Freizeit und keine Überlastung durch Arbeit ist bei 54 Prozent gefragt. 51 Prozent sind bestrebt, eigenen Besitz zu schaffen, 48 Prozent ein möglichst freies Leben ohne Zwang führen zu können. Jeweils 47 Prozent wünschen sich nette Arbeitskollegen und von anderen Menschen geachtet zu werden. 43 Prozent formulieren als Ziel viel Abwechslung im Leben und viele neue Eindrücke, 40 Prozent ein Leben in Wohlstand. Vergleichweise schwach ist mit 32 Prozent Nennungen das Verlangen nach Selbstständigkeit im Beruf. Und am allerwenigsten reizvoll scheint die Ausübung von politischer Macht. Denn Einfluss im öffentlichen Leben zu haben, bedeutet lediglich für 16 Prozent eine verlockende Einstellung.
Verwirklichung der Lebensziele
Die Meinungsforscher erkundigten sich auch nach dem Stand der Verwirklichung dieser Lebensziele. Ziemlich gesättigt (68 Prozent) ist das Verlangen nach guten Freunden und Bekannten. Bei den anderen Punkten besteht jedoch eine große Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Am größten ist sie beim Bedürfnis nach sozialer Sicherheit und gutem Verdienst mit jeweils 37 Prozentpunkten Unterschied, einem Leben im Wohlstand mit 28 Prozentpunkten Defizit und beruflichem Erfolg (27 Prozentpunkte).
Männer stellen höhere Ansprüche
Betrachtet man die Lebensziele der Frauen und Männer, stellt sich heraus, dass letztere höhere Ansprüche an das Leben stellen. Ihr Verlangen richtet sich nach Dingen direkt oder indirekt im Zusammenhang mit beruflichem Fortkommen, wie gut verdienen, Erfolg im Beruf, eigenen Besitz schaffen und Selbstständigkeit im Beruf. Die Frauen liegen dagegen deutlich in den Wünschen nach einem guten Bekanntenkreis, der Erwartung, ein ausgeglichenes, ruhiges Leben führen zu können und in punkto sozialer Sicherheit über den Männern. (apa/red)
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