Freitag, 16. März 2007

Kardinal-König-Preis erhalten: Patriarch Bartholomaios beendet Österreich-Besuch

  • Treffen mit Kuratorium von 'Communio et Progressio'

Zum Abschluss seines fünftägigen Österreich-Besuches ist der griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. in Wien mit Kardinal Christoph Schönborn und anschließend mit dem Kuratorium der Stiftung "Communio et Progressio" zusammengetroffen, die ihm den Kardinal-König-Preis verliehen hat.

"Als nunmehriger Inhaber dieses Preises, der den Geist und die Gesinnung der Persönlichkeit des großen und verewigten Kardinals Franz König widerspiegelt, fühlen wir uns bestätigt in unserem bescheidenen Beitrag zum Dialog zwischen den christlichen Kirchen, zur Versöhnung zwischen den Konfessionen, Religionen und Kulturen und zur Bewahrung der Schöpfung", erklärte das Oberhaupt der orthodoxen Christenheit, das in den Mittagsstunden die Heimreise nach Istanbul antritt.

Die Stiftung war 1991 von Kardinal König mit dem Ziel gegründet worden, ein "Handlungsbündnis von Wissenschaft, Religion, Wirtschaft und Medien" anzustreben, um einen "wissenschaftlichen Beitrag zur Bewältigung der weltweiten Probleme auf dem Gebiet der Meinungs- und Gewissensfreiheit, der Gerechtigkeit, des Friedens, der Bewahrung der Schöpfung und der allgemeinen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft" zu leisten.

Am Donnerstag war der Ökumenische Patriarch zum Marienheiligtum in Mariazell gepilgert und hatte dabei die Bedeutung der Gottesmutter für das Verhältnis zwischen orthodoxer und katholischer hervorgehoben. Maria bilde als "Vorbild des Glaubens für uns alle" auch eine "feste Brücke zwischen unseren beiden Schwesterkirchen", so der Patriarch in seiner Ansprache in der Basilika.

(apa/red)

16.3.2007 10:19