Österreicher vertrauen den "Frischlingen": Kdolsky & Buchinger können Plus verbuchen
- Vertrauensindex: Fischer wieder vor Plassnik & Pröll
- Gusenbauer legt zu: Aber weiter klar hinter Molterer
·INFO-GRAFIK:
Vertrauen in Österreichs Politiker im Juni 2007
·Gusenbauer, Molterer
und Co. fahren Bahn
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Rot-Schwarz - Wer zankt sich mit wem über was?
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Der aktuelle APA/OGM-Vertrauensindex weist einen deutlichen Vertrauenszuwachs bei Regierungsneulingen aus. Die Minister Andrea Kdolsky (V) und Erwin Buchinger (S) können ein Plus von acht, Kanzler Alfred Gusenbauer (S) und Ministerin Maria Berger (S) ein Plus von sechs Punkten verbuchen. Gusenbauer liegt mit einem Gesamtsaldo von neun Prozent aber weiter deutlich hinter Vizekanzler Wilhelm Molterer (V) mit einem Saldo von 14 Prozent.
"Vertrauen Sie xy oder vertrauen sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht", lautete die Frage von OGM in 500 Telefoninterviews dieser Woche. Aus den beiden Werten wird dann der Saldo gebildet, der für das Ranking herangezogen wird.
OGM-Chef: Frisches Auftreten in Öffentlichkeit
OGM-Chef Wolfgang Bachmayr führt die Vertrauenszuwächse bei Sozialminister Buchinger und Gesundheitsministerin Kdolsky auf deren "frisches und unbekümmertes, emotional-authentisches Auftreten" in der Öffentlichkeit zurück. Justizministerin Berger habe mit ihrer "Rolle als erfolgreiche oberste Gesetzeshüterin beim Elsner-Transport nach Österreich" gepunktet. Und bei Kanzler Gusenbauer resultiert der Zugewinn aus Sicht des Meinungsforschers vor allem aus der abnehmenden Kritik aus den eigenen Reihen.
Verlierer: Strache, Pröll und Schüssel
Die Verlierer der März-Umfrage sind FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache (minus elf Punkte), ÖVP-Umweltminister Josef Pröll (minus acht) und ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel (minus sieben). Strache habe die internen Querelen und der Machtkampf mit Ewald Stadler nicht gut getan, so Bachmayr. Pröll komme beim Thema Klimaschutz von mehreren Seiten zunehmend unter Beschuss. Pröll liegt trotz der Verluste mit einem Saldo von 38 Prozent aber weiter auf Platz drei des Rankings - hinter Bundespräsident Heinz Fischer (66 Prozent) und Außenministerin Ursula Plassnik (40 Prozent) .
Das Minus bei Altkanzler Schüssel führt Bachmayer darauf zurück, dass dieser "medial in den Hintergrund gerückt" sei. Und generell sei die Klubobmann-Rolle "nicht sympathiefördernd". Das trifft auch für SPÖ-Klubchef Josef Cap zu, der mit einem Saldo von minus 16 Prozent am unteren Ende der Skala rangiert. Schüssel liegt mit einem Saldo von sieben Prozent immerhin noch im Plusbereich. (apa/red)
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