Donnerstag, 15. März 2007

Steinewerfer auf Tiroler Inntalautobahn: Unbekannter ein Lkw- bzw. Transit-Gegner

  • Schlug drei Mal innterhalb von einem Monat zu
  • Täter könnte eine mehrjährige Haftstrafe drohen

Ein Steinewerfer treibt derzeit auf der Tiroler Inntalautobahn (A12) bei Münster (Bezirk Kufstein) sein Unwesen. Bereits drei Mal innerhalb eines Monats wurden Gegestände von Überführungen auf fahrende Lkw geschleudert. Die Polizei geht von einem Serientäter aus.

Zuletzt hatte der Unbekannte Dienstag früh zugeschlagen. Am Tatort wurden Glasscherben sichergestellt. Diese würden jetzt auf Fingerabdrücke untersucht. Schon vor einer Woche gab es einen ähnlichen Vorfall. Von welchem Geschoss der Laster getroffen wurde, ist jedoch unklar. Der erste Fall hatte sich vor einem Monat zugetragen. Ein Stein durchschlug die Windschutzscheibe. Die Lenker hatten stets Glück und blieben unverletzt.

"Wie sich die Situation darstellt, handelt es sich um einen Täter, der sich gezielt auf Lkw eingeschossen hat", meinte ein Beamte. Es handle sich vermutlich um einen Transit- bzw. Lkw-Gegner. Ein Lausbubenstreich werde so gut wie ausgeschlossen. Auf Grund der gehäuften Anschläge sei Vorsorge getroffen worden. Details wollte die Polizei nicht nennen. Die Ermittlungen seien im Gang. Von der Bevölkerung wurden Hinweise erhofft.

"Das Ganze ist extrem gefährlich und muss nicht immer so glimpflich ausgehen", betonte die Autobahnpolizei. Dem Täter könne wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung eine mehrjährige Haftstrafe drohen.

(apa/red)

15.3.2007 09:55