"Lassen uns von USA nichts vorschreiben": Darabos findet Kabul-Einsatz "angemessen"
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- Platter: Noch keine konkreten Spuren zu Drohung
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Verteidigungsminister Norbert Darabos betont, sich in Sachen Militärpräsenz heimischer Soldaten in Kabul von den USA nicht unter Druck setzen zu lassen. Darabos erklärte zudem, dass die vier österreichischen Soldaten in Afghanistan auch nach den jüngsten Terror-Drohungen gegen Österreich nicht abgezogen werden sollen.
"Es ist eine historische Aufgabe, nach dem Krieg in Afghanistan für Frieden und Stabilität zu sorgen. Bei einem Einsatz mit UN-Mandat mit vier Soldaten dort zu sein, ist angemessen und bleibt so wie geplant bis Jahresende. Wir nehmen die Drohungen ernst, lassen uns aber nicht erpressen." Ein Zugeständnis an die USA sei das jedoch nicht, so Darabos im Interview mit der Tageszeitung "Österreich". "Die USA haben eigentlich verlangt, dass wir unser Engagement verstärken. Als neutraler Staat ist es angemessen, vier Offiziere im Bereich Planung, Analyse und Beobachtung dort zu haben. Wir lassen uns von den USA nicht vorschreiben, mit wie vielen Soldaten wir in Afghanistan sind."
Er persönlich habe noch keinen Kontakt zu den Soldaten gehabt. "Aber von Seiten des Generalstabs wurde Kontakt aufgenommen. Sie sehen die Situation entspannt, sind als österreichische Offiziere dort nicht kenntlich. Sie wurden angewiesen, sich in der Freizeit nicht von der Truppe zu entfernen. Im Camp können sie sich gefahrlos bewegen." Auf die Frage, wie ernst die Situation rund um die Terror-Drohung sei, sagte Darabos: "Spezialisten werten die Videobotschaft aus. Von einer wirklichen Bedrohung bis hin zu einer Art Gag, einem Ärgernis für die neue Bundesregierung, ist alles möglich".
Platter: Noch keine konkreten Spuren
Bei der Suche nach den Urhebern der Terror-Drohungen gegen Österreich und Deutschland wegen deren Truppenpräsenz in Afghanistan gebe es noch keine konkreten Spuren, sagte Innenminister Günther Platter in der ORF-Sendung "Report". "Wir nehmen die Sache sehr ernst, aber eine übertriebene Sorge ist nicht angebracht", betonte Platter.
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Urhebern um "Leute im deutschsprachigen Raum handelt". Sehr interessant im Zusammenhang mit den Drohungen sei der "innenpolitische Hintergrund". Platter sprach sich erneut gegen einen Abzug der vier österreichischen Soldaten aus Afghanistan aus. Es wäre ein "Fehler, wenn wir vor dem Terror einknicken", weil dann mit vielen weiteren Drohungen zu rechnen sei.
(apa/red)
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