"Licht am Tag" produziert 334.000 t mehr an CO2: Faymann will Maßnahme jetzt prüfen
- Auch ÖVP und FPÖ sprechen von einer "Schnapsidee"
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Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP rütteln an der "Licht am Tag"-Regelung für Pkw. Verkehrsminister Faymann kündigte an, den Sinn der Regelung zu evaluieren. Auch ÖVP-Verkehrssprecher Kukacka will das Thema überdenken. Die FPÖ sprach von der umwelt- und verkehrspolitisch "größten Schnapsidee". Alle drei Parteien verweisen auf den höheren CO2-Ausstoß.
"Wir werden überprüfen, ob Licht am Tag für die Verkehrssicherheit so viel bringt, dass der höhere CO2-Ausstoß gerechtfertigt ist. Gibt es keine eindeutigen Anzeichen für einen direkten Zusammenhang mit den Unfallzahlen, bin ich für die Abschaffung."
Faymann wolle die Evaluierungsphase rasch zu Ende bringen, wie er in "Österreich" ankündigt: "Ich will bis zum Sommer Ergebnisse. Die entscheidende Frage ist, ob Licht am Tag die Zahl der schwerwiegenden Verkehrsunfälle reduziert. Wichtig ist dabei eine gesamtheitliche Betrachtung, also die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer."
Für Kukacka ist die bestehende Regelung nur eine Zwischenlösung mit dem Ziel, eine europaweit verpflichtende Ausstattung der Fahrzeuge mit Tagfahrlicht einzuführen. Tagfahrleuchten seien laut Kukacka vier Mal heller als Begrenzungsleuchten, verbrauchen jedoch wesentlich weniger Energie und damit Kraftstoff als das Abblendlicht.
FPÖ-Verkehrssprecher Vilimsky will "diese Unsinnigkeit umgehend stoppen". Besonders brisant erscheint Vilimsky eine kürzlich veröffentlichte Mehrverbrauchshochrechnung. Demnach ergebe der Licht- Zwang einen Gesamtwert von 1,1 Mio. Kilowatt Mehraufwand an Energie, was dem elektrischen Leistungsbedarf von 100.000 österreichischen Haushalten entspreche. (apa)
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