Raus aus dem Alltagsgrau: Architekturbüro Delta hat Flugzeugzulieferer FACC umgestylt
- Design: Riesengroß und trotzdem voll durchschaubar
- Clevere Konstruktion wird automatisch mitwachsen

Das international tätige Architektur- und Baumanagementbüro Delta plante das neue Werk IV des Flugzeugzulieferers FACC in Reichersberg in Oberösterreich. Ab April 2007 werden im von Delta entworfenen Gebäude bis zu 350 Mitarbeiter Triebwerkskomponenten für den Boeing 787 Dreamliner und den Airbus A350 herstellen. Neben Architektur und Planung zeichnete sich Delta auch für Statik, Bauaufsicht sowie Planungs- und Baustellenkoordination verantwortlich.
Groß wie drei Fußballfelder
Die Produktion von Flugzeugkomponenten für einen Riesenvogel wie den Airbus A350 braucht Platz: 19.300 m2 bebaute Fläche so groß wie drei Fußballfelder - und 229.000 Kubikmeter Rauminhalt schlagen sich mit einer Investitionssumme von rund 40 Mio Euro zu Buche. Die Bauzeit begann im April 2007 und endete im Frühjahr 2007, die Planungsarbeiten starteten bereits im Herbst 2005.
Glasige Erscheinung
Bei der Ausführung legte man bei FACC großen Wert auf hochwertige Architektur. FACC-Technikvorstand Ing. Manfred Neuböck: Gute Architektur ist für uns Ausdruck der Unternehmenskultur und ein wichtiger Bestandteil unseres Außenauftrittes. Auffällig ist vor allem der für Industriebauten unüblich hohe Glasanteil der Fassade. Dadurch wirkt das Gebäude sehr "luftig" und erlaubt aus seinem Inneren stets direkte Sicht auf die Umgebung. Beim Blick von außen auf das Gebäude machen die Schleusenbauten Anfang und Ende des inneren Produktionsablaufs spürbar.
Flexible Architektur wächst mit
Zwei Großaufträge von Boeing und Airbus veranlassten FACC zum Neubau eines vierten Werkes im oberösterreichischen Reichersberg. Das neue Werk besteht aus zwei flachen Kuben, zwischen denen eine Hauptachse verläuft. Dort sind zentrale Servicebereiche wie Büro, Umkleidekabinen und die Kantine strahlenförmig angegliedert. Für ein stark wachsendes Unternehmen wie FACC hat dieses Konzept einen großen Vorteil: Es ermöglicht die flexible Vergrößerung des Werkes, ohne dabei die zentralen Servicebereiche erweitern zu müssen, denkt Architekt Matthias Nave vom Welser Delta-Büro schon heute an die Airbus-Aufträge von Morgen. (red)
