Tech-Gesellschaft belastet die Umwelt:
Hohe Fluktuation von PC & Handy schädlich
- "Herstellung von Elektrogeräten ist Energiefresser"
- UNO-Bericht: Empfehlung für bessere Aufrüstbarkeit

Der schnelle Neukauf von Computern, Fernsehern und Handys belastet einem UNO-Bericht zufolge das Klima stark. Das häufige Ersetzen älterer Geräte durch Produktneuheiten haben massive klimaschädliche Folgen, zitiert die "Saarbrücker Zeitung" aus einer unveröffentlichten Analyse der deutschen Forschungseinrichtung der UNO in Bonn (UNU).
Bei der Herstellung eines Computers mit Monitor wird demnach fünf Mal so viel fossile Energie verbraucht und Kohlendioxid ausgestoßen als bei der Produktion eines Autos. "Die Herstellung jeglicher Elektrogeräte ist ein wahrer Energiefresser", zitierte das Blatt den federführenden UNO-Experten Rüdiger Kühr.
Positives Aufrüsten
Um den CO2-Ausstoß bei der Produktion deutlich zu verringern, müssten die Geräte künftig einfacher als bisher aufrüstbar gemacht werden, forderte er. Dadurch verlängere sich nicht nur die Nutzungsdauer für den Verbraucher. "Das hätte auch enormes Klimaschutzpotenzial", sagte Kühr. Zugleich warnten die Experten vor dem weltweit unentsorgten Berg an Elektroschrott.
Neue Strategien erforderlich
Der Müll wachse drei Mal so schnell wie jede andere Form von Abfall und betrage inzwischen weltweit 40 Millionen Tonnen. "In Lkw gefüllt würde dies eine Schlange um den halben Erdball ergeben", sagte Kühr. Kommende Woche wollten deshalb die UN-Fachleute zusammen mit führenden High-Tech-Unternehmen eine neue Recycling-Strategie (Step) präsentieren. (apa/red)
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