Mittwoch, 7. März 2007

Strache unter Druck: Stadlers FP-Abrechnung

  • Blaue Abrechnung: Stadler verläßt die FPÖ und setzt Strache unter Druck.

Ewald Stadler tritt aus der FPÖ aus und rechnet im NEWS-Interview mit Heinz-Christian Strache ab: ,Strache fährt die ganze Partei gegen die Wand.‘

Der eine, der offizielle Parteichef, ist nur noch nervös. Er sieht – wie er gegenüber seinen Parteifreunden immer wieder bekundet – die „größte Krise der FPÖ“ vor sich. Der andere, der von der Parteiführung „geprüft“ wurde und eigentlich vor dem Parteiausschluss stand, ist hingegen völlig entspannt. Ewald Stadler, der blaue Scharfmacher mit dem niedlichen Spitznamen „Dobermann“, ist FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schließlich zuvorgekommen. Seit Mittwochabend ist er offiziell „aus der FPÖ ausgetreten“, zündet er im NEWS-Interview nun eine politische Bombe. Er bleibe als „parteifreier Abgeordneter im FPÖ-Klub“. So habe er es mit der „Rechtsanwaltskanzlei Hübner, die Strache vertritt, ausgemacht“. Da Strache sich „nicht getraut“ habe, „mit mir zu verhandeln“.

Stadlers Austritt. Ein Paukenschlag, der die geplante blaue Regie nun gehörig durcheinanderbringt. Am Donnerstag hätte FPÖ-Bürgeranwalt Hilmar Kabas dem blauen Parteivorstand schließlich seinen Prüfbericht über die „Strache-Foto-Affäre“ vorgelegt. Der Bericht sollte klären, wie Stadler zu den „Jugendfotos“ des FPÖ-Chefs – die ihn bei wehrsportähnlichen Übungen zeigen – gekommen sei. In der FPÖ rechnete man fix mit Stadlers Parteiausschluss wegen „parteischädigenden Verhaltens“. Eine Entscheidung, die Strache nun abgenommen wurde.

Leichter wird es für Strache ab jetzt freilich sicher nicht. Zum einen rechnet Stadler im NEWS-Interview beinhart mit dem FP-Chef ab und wirft ihm „Paranoia“ vor. Zum anderen drohen nun „weitere Austritte“, wie Stadler erzählt.

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Stadler im NEWS-Interview: ,Schlimmer als bei Haider. Trete aus FP aus‘

7.3.2007 17:20