Retten wir das Klima! Was Österreicher von Fernreiseverzicht und Kerosinsteuer halten
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·57 Prozent wollen auf
Fernreisen verzichten
NEWS: Österreicher sind auf Klimaschutz-Kurs
Hitzig: Umweltminister Josef Pröll im Streitgespräch mit Eva Glawischnig.
Kontrovers: Prominente Österreicher im Rundruf: Das tun sie persönlich für den Klimaschutz.
Er hat Wind gesät und erntete einen Sturm der Entrüstung. Nur wenige Tage, nachdem deutsche Politiker ihre Landsleute zu einem Verzicht auf Fernflüge aufgerufen hatten, stieß Österreichs Umweltminister Josef Pröll mit demselben Selbstbeschränkungsappell in ein brummendes Wespennest. Empörte Airline-Betreiber, beunruhigte Tourismusvertreter und höhnische Oppositionsstimmen trieben die ÖVP-Nachwuchshoffnung in die Defensive.
Überraschende Umfrageergebnisse. Doch in der Bevölkerung scheint Josef Pröll durchaus die richtigen Saiten angeschlagen zu haben. Dies verdeutlicht eine exklusiv für NEWS durchgeführte market-Umfrage, die geradezu sensationelle Ergebnisse brachte:
• 57 Prozent der ÖsterreicherInnen erklären sich demnach dazu bereit, zur Verbesserung des Klimas in den nächsten Jahren auf Fernreisen zu verzichten. Und unglaubliche 45 Prozent gaben sogar an, Fernflüge für immer von ihrem Urlaubsplan zu streichen.
• Auch neue Klima-Steuern stoßen bei den ÖsterreicherInnen auf überraschend hohe Zustimmung: 55 Prozent sind für die Einführung einer europaweiten CO2-Steuer auf Treibstoffe von Flugzeugen, Autos und Lastkraftwagen. Sogar 79 Prozent würden eine CO2-Importsteuer auf Produkte aus Ländern, die den Klimaschutz missachten wie China, Indien und USA begrüßen.
• Selbst in ihrem unmittelbaren Verantwortungsbereich scheuen die ÖsterreicherInnen nicht vor Mehrkosten für den Klimaschutz zurück: Fast zwei Drittel sind grundsätzlich bereit, dafür tiefer ins Geldbörsel zu greifen. 33 Prozent würden bis zu 10 Euro und 19 Prozent bis zu 50 Euro pro Monat als persönlichen Klimabeitrag leisten.
• Nicht einmal bei der heiligen Kuh dem Auto schrecken die ÖsterreicherInnen vor Mehrkosten zurück: 39 Prozent gaben an, dass sie für ein klimafreundliches Auto um 500 Euro mehr bezahlen würden, für 18 Prozent ist es sogar vorstellbar, 1.000 Euro und mehr draufzulegen.
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PLUS: Umweltminister Josef Pröll im Streitgespräch mit Eva Glawischnig.
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