'profil' exlusiv: Flöttl wickelte bis 2006 über
Meinl Bank Millionendeals in der Karibik ab
- Angeblich mittelloser Banker: Geschäfte um 34 Mio.
- FMA-Dokumentation bisher nicht in Gerichtsakten
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Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat der angeblich mittellose Investmentbanker Wolfgang Flöttl zwischen 1994 und 2006 über fünf Konten bei der Wiener Meinl Bank AG in der Karibik Finanzierungsgeschäfte im Gegenwert von insgesamt 34 Millionen Euro getätigt. Dies geht aus einer Mitteilung der Meinl Bank an die Finanzmarktaufsicht (FMA) vom 18. Mai 2006 hervor, die "profil" jetzt vorliegt. Die FMA hatte die Bank im April 2006 aufgefordert, frühere oder bestehende Geschäftsbeziehungen zu Flöttl offen zu legen.
Die meisten der Transaktionen gingen laut "profil" nach den ersten Bawag-Fehlspekulationen im Oktober 1998 über die Bühne. Zu einer Zeit also, da Flöttl nach eigenen Angaben praktisch mittellos war, weil das damalige Bawag-Management seine Vermögenswerte zur Schadenswiedergutmachung eingezogen hatte. Da Flöttl der Meinl Bank jeweils umfangreiche Sicherheiten einräumte, liegt der Verdacht nahe, dass er über mehr Vermögen verfügte, als er zunächst gegenüber der Bank und später auch den gegenüber den österreichischen Behörden angegeben hat.
Besonders auffallend: Die Meinl Bank hat aus den Finanzierungen keinen nennenswerten Schaden erlitten, da Flöttl seinen Verpflichtungen bis ins Jahr 2006 hinein nachgekommen ist. Dabei wurden in zumindest einem Fall, im Oktober 1998, auch Bawag-Gelder im Ausmaß von 12,5 Millionen Euro herangezogen, um eine von Flöttl aufgenommene Immobilienfinanzierung bei der Meinl Bank vorzeitig zu tilgen. Die Bank bestätigt die Authentizität des Papiers, will aber dazu mit Hinweis auf das Bankgeheimnis nicht Stellung nehmen.
Unklar bleibt laut "profil", was mit der FMA-Dokumentation geschehen ist. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Wien ist das Papier bisher nicht in den Gerichtsakten aufgeschienen.
Die ganze Story lesen Sie im aktuellen "profil"!
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