Nach dem Kursrutsch an den Weltbörsen am 28. Februar: Droht jetzt der Infarkt?
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FORMAT: Jetzt heißt es Nerven bewahren...
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·Stichwort: Schwarze Tage an der Börse
Dunkle Tage an der
Börse sind kein Einzelfall
·Goldene Bilanzen: '06
war ein Rekordjahr!
FORMAT: Rekordgewinn für heimische Börsenelite
Mit viel Feuerwerk und chinesischer Ausgelassenheit wurde am 18. Februar das Goldene Jahr des Schweins begangen. Dieses Tierkreiszeichen kommt in China nur alle sechzig Jahre vor und verspricht ein glückliches Leben und Wohlstand. Nur zehn Tage später war es vorbei mit dem großen Wohlstand an der chinesischen Börse. Innerhalb kürzester Zeit brach am 28. Februar in Shanghai die Börse ein, die Finanzplätze in den USA und in Europa folgten auf dem Fuß. Innerhalb kürzester Zeit wurden weltweit 1.500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet.
Wirklich schlüssig können sich die Börsianer diesen Einbruch in der vergangenen Woche nicht erklären. Erst wurde der chinesische Volkskongress als Schuldiger ausgemacht. Dieser beschloss, in Zukunft werde das Wachstum des roten Riesen auf ein gesundes Maß von 8 Prozent reduziert. Dann wurde Alan Greenspan, dem ehemaligen Chef der US-Notenbank, der Schwarze Peter zugeschoben, weil er auf einer Veranstaltung verkündete, die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession in den USA liege derzeit bei rund 30 Prozent.
Neuwirth: Banale Begründungen
Roland Neuwirth, Börsenexperte der Deutschen Bank in Wien: "So viele banale Begründungen für eine Kurskorrektur in dieser Größenordnung habe ich in meinen vielen Jahren am Parkett nicht gehört. Dass in einem aufstrebenden Markt wie China eine gesunde Korrektur eintritt, lag auf der Hand. Auch die Aussage Greenspans war eher unbedeutend und kann solch einen Einbruch nicht erklären."
Investoren verlieren die Nerven
Faktum ist: Nach drei Jahren stetigen Börsenaufschwungs verlieren die Investoren zusehends die Nerven und wollen einen günstigen Ausstiegszeitpunkt nicht verpassen.
Wögerbauer: Nicht von Emotionen leiten lassen
Hektische Aktionen und Angst sind jetzt schlechte Berater. 3-Banken-Generali-Mann Wögerbauer: "Derzeit darf man sich nicht von Emotionen leiten lassen. Das Wichtigste ist Ruhe bewahren und analytisch vorgehen." Ob die Talsohle der Korrektur erreicht ist, wird sich aber erst in den nächsten Tagen zeigen. Wolfgang Matejka, Chefanleger bei der Meinl-Bank: "Noch ist zu viel spekulatives Geld im Markt, und es ist noch nicht sicher, ob es nach einer kleinen Erholung nicht noch ein Stück weiter nach unten geht." Deutsche-Bank-Experte Neuwirth fehlt noch ein untrügliches Zeichen für eine Bodenbildung: "Erst wenn man in der Zeitung liest, ein großer Hedgefonds ist Pleite gegangen, dann haben wir zumeist den Boden erreicht."
Depotumschichtung empfohlen
Erste-Bank-Chefanalyst Mostböck empfiehlt eine Depotumschichtung: "Europa haben wir nun übergewichtet. Die US-Positionen wurden in unseren Portfolios reduziert. Außerdem sind gerade in turbulenteren Börsenphasen Aktien großer und bekannter Unternehmen den kleinen Nebenwerten vorzuziehen." Trotz des Einbruchs in China bleiben aber die Experten für diesen Markt optimistisch. Meinl-Banker Matejka: "Auch mit 8 Prozent Wachstum bleibt China ein interessanter Markt."
Keine Alternative sind Staatsanleihen
Oppenheim-Experte Nemeth: "Die Anleihen haben schon angezogen, und in Anbetracht möglicher Zinsschritte der EZB und der niedrigen Renditen lohnt sich keine Umschichtung in lang laufende Bonds." Ein Klassiker wird derzeit von allen Experten als Zwischenparklösung propagiert. Meinl-Banker Matejka: "Am Sparbuch gibt es um die 3 Prozent Zinsen, und das kann jederzeit behoben und neu investiert werden."
Die ganze Story lesen Sie im FORMAT Nr. 10/07!
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