Mittwoch, 7. März 2007

Brite Nick Leeson ist wieder im Geschäft: Devisenhändler brachte 1995 Bank zu Fall!

  • Nach 3 1/2 Jahren Haft leitet er derzeit Fußballclub

Der Börsenhändler Nick Leeson, dessen hochspekulative Geschäfte die britische Investmentbank Barings 1995 in den Ruin trieb, ist wieder im Geschäft. Anders als damals setze er dabei aber sein eigenes Geld ein, sagte Leeson der BBC. Medienberichte, wonach er eines Tages wieder den Handel mit Devisen zur Vollzeitbeschäftigung machen könne, seien aber aus dem Zusammenhang gerissen.

Leeson hatte mit illegalen Spekulationen an der Börse in Singapur auf Rechnung von Barings für geschätzte Verluste von umgerechnet weit mehr als einer Milliarde Euro gesorgt. Dafür ging er für dreieinhalb Jahre in Singapur ins Gefängnis. Seinen Aufstieg und Fall, der die Finanzwelt weltweit erschütterte, beschrieb er 1996 in einer Autobiografie. Sie wurde zur Vorlage für einen weltweit erfolgreichen Film (deutscher Titel: "High Speed Money - Das schnelle Geld"). Leeson leitet seit 2005 die Geschäfte des irischen Fußballclub Galway United. (apa)

7.3.2007 19:04