Großbritannien erhöht Mindestlohn auf umgerechnet 8,11 Euro: Steigerung um 3,2%
- Anhebung gilt aber nur für Beschäftigte über 21 Jahre
- Auch Deutschland diskutiert Mindestlohn-Regelung
·Sozialpartner wollen Mindestlohn festlegen
1.000 brutto: Regierung
wünscht sich General-KV
Großbritannien erhöht den Mindestlohn auf 5,52 Pfund und damit umgerechnet 8,11 Euro. Dies gab der britische Industrie- und Handelsminister Alistair Darling bekannt. Die Steigerung um 3,2 Prozent bleibt zwar hinter dem vierprozentigen Anstieg des Durchschnittseinkommens im letzten Quartal 2006 zurück, liegt aber über der jüngst beschlossenen Gehaltserhöhung von 1,9 Prozent für den öffentlichen Dienst. Im vergangenen Jahr erhöhte die Regierung den Mindestlohn um sechs Prozent.
Die Anhebung gilt für Beschäftigte, die älter als 21 Jahre alt sind. Für die Altersgruppe zwischen 18 und 21 Jahren erhöht sich der Mindestlohn auf 4,60 Pfund (6,76 Euro), die 16- und 17-Jährigen sollen in Zukunft mindestens 3,40 Pfund (4,99 Euro) pro Stunde erhalten. Mehr als eine Million Menschen werden Darlings Worten zufolge von der Maßnahme profitieren, zwei Drittel davon seien Frauen.
In Deutschland wird derzeit über die Einführung von Mindestlöhnen in weiteren Branchen diskutiert, beispielsweise für das Friseurhandwerk, in dem in manchen Teilen der Republik Stundenlöhne von 3,06 Euro bezahlt werden. Bisher existiert eine solche Vorgabe nur für wenige Branchen wie den Bau und damit verknüpfte Gewerbe wie das Dachdeckerhandwerk. Hier reicht der Mindestlohn von 7,15 bis 12,50 Euro pro Stunde. (apa)

